KLEINE SÜNDEN

Der Kauf von Kosmetik bedeutet vor Allem eines: Man hat viel Verpackungsmüll. Ob in Peelings, Shampoos oder Zahnpasta- viele Pflegeprodukte sind nicht nur in einer Plastikverpackung sondern es befindet sich auch Kunststoff in Form von Mikroplastik in den Pflegeprodukten. Es befindet sich in Form von kleinen Kügelchen in Zahnpasta, Lippenstiften, Sonnencremes, Peelings, Duschgelen oder als Füllstoff in flüssiger oder gelartiger Form. Ganz davon abgesehen, dass es für uns gewiss nicht gerade gesundheitsfördernd  ist, leidet die Umwelt enorm unter der Belastung dieser Plastikpartikel.

Plastik wird aus dem immer knapper werden Rohstoff Erdöl hergestellt und ist von der Nautur nicht abbaubar. Die Kläranlagen können die Plastikpartikel nicht vollständig entfernen. Gerade Mikroplastik gelangt so in nicht abschätzbaren Mengen in die Gewässer und durch den Klärschlamm auch auf die Felder und in die Luft. Zu allem Übel lagern sich an den Plastikteilchen hochgiftige Stoffe wie Pestizide an. Die Meeresbewohner wie Muscheln oder Fische verwechseln die Partikel mit Nahrung und nehmen sie so auf. Und mit ihnen auch die gefährlichen Schadstoffe. Durch die  Nahrungskette nehmen auch wir die Giftstoffe dann wieder auf. Einige Unternehmen haben beschlossen, künftig auf Mikroplastik zu verzichten. Nun kann man natürlich viel versprechen. Aber nun stellt sich mir die Frage, ob ich mich darauf auch wirklich verlassen kann und so habe ich angefangen, nach Alternativen zu suchen. Meine Erfahrungen damit werde ich hier schildern.

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Seife hergestellt in Deutschland aus pflanzlichen Rohstoffen von `Badefee´

Nie ohne Seife waschen?
Alternativen zu herkömmlichen Haarpflegeprodukten

Haarseife
Zuerst denke ich da natürlich an Naturkosmetik. Es gibt durchaus einige Firmen, die gänzlich auf Mikroplastik in ihren Produkten verzichten. Doch selbst wenn im Produkt selbst kein Plasik ist: Die Verpackun ist trotzdem aus Kunststoff. So viel meine Wahl auf Seife. Dabei empfehle ich auf handgesiedete, natürliche Seife mit Bio-Inhaltsstoffen und neutralem PH-Wert zurückzugreifen. Lush-Haarseifen zählen nicht dazu. Diese Seifen sind einfach nur herkömmliche Shampoos in fester Form. Natürliche Seifen gibt es zum Beispiel von Savion, Weleda oder manna. Wenn die Erwartungen, die man an die Haarseife stellt, nicht sofort erwartet werden, dann ist das normal. Die Weichmacher, die in herkömmlichem Shampoo enthalten sind, müssen zuerst einmal aus dem Haar gespült werden. Möglicher Weise muss man das Haar dazu zweimal einseifen und ausspülen bei der Haarwäsche oder es bedarf einfach mehrerer Haarwäschen mit der Seife, um das optimale Ergebnis zu erzielen.

Doch bei meiner Recherche habe ich noch weitere Alternativen gefunden:

Lavaerde
Dass Erde zum Waschen benutzt kann mag erst einmal befremdlich klingen für den ein oder anderen. Doch eigentlich besagt das schon der Name. Lava kommt in dem Fall nämlich vom lateinischen lavare und bedeutet Waschen. Es handelt sich dabei um nordafrikanische Tonerde, nicht etwa um Lava im eigentlichen Sinne.  In Verbindung mit Wasser quillt die Lavaerde auf und entwickelt eine gelartige Konsistenz. Die feinen Partikel haben die Fähigkeit, Schmutz und überschüssiges  Fett aufzusaugen und sie abspülbar zu machen.

Die Anwendung erfolgt ähnlich wie bei herkömmlichem Shampoo. Der Unterschied besteht darin, dass es nicht schäumt und  zuerst einmal gemischt werden muss mit der doppelten Menge an kochendem Wasser. Das Mischungsverhältnis sollte eher flüssiger als zu fest sein. Die Portionierung hängt ganz von der Haarlänge ab. In das feuchte Haar wird die Tonerde einmassiert und man lässt sie kurz einwirken, bevor sie ausgespült wird. Zu fest werden lassen sollte man die Tonerd im Haar nicht, da sie nur schlecht wieder ausgespült werden kann.

Da die Lavaerde auch kalkhaltig sein kann, muss man unbdingt darauf achten, sie gründlich auszuspülen mit einer Rinse aus Apfelessig oder Zitronensaft, damit keine Rückstände im Haar bleiben. Wenn einmal keine Zeit für die Haarwäsche ist, dann kann Lavaerde auch gut als Trockenshampoo fungieren. Dazu wird die trockene Lavaerde einfach auf das Haar gegeben und einmassiert. Danach muss es gut ausgebürstet werden. Und die Tonerde kann nicht nur für das Haar angewend werden sondern auch gut für den gesamten Körper.

Leider ist die Lavaerde auch wieder in einer Plastikverpackung. Sie wird allerdings auch in Großpackungen angeboten und diese kommen ganz ohne Plastik aus. Ein weiterer Minuspunkt ist natürlich der lange Transportweg. Afrika ist ja nicht gerade der nächste Weg.

Heilerde
Heilerde, welche aus eiszeitlichen Lößablagerungen ist da eine gute Alternative. Sie wird ebenfalls mit Wasser angerührt und hauptsächlich äußerlich angewendet. Überschüssiges Fett der Kopfhaut wird aufgesaugt und die Haut wird getrocknet. Die verstopften Talgdrüsen werden gereinigt und die Kopfhaut fettet nicht so schnell nach. Bereits im Mittelalter wurde die Heilerde für medizinische Zwecke verwendet und auch von den alten Ägyptern ist bekannt, dass die Verwendung von Erde bereits eine gängige Methode der Haarwäsche war. Die Anwendung erfolgt wie bei der Lavaerde. Ich würde allerdings empfehlen, die Mischung lediglich in die Kopfhaut einzumassieren, wie ich es mit Shampoo übrigens auch mache. Die entfettende Wirkung hat dort einen sehr positiven Aspekt. Für die Haarlängen würde ich es jedoch nicht empfehlen. Das trocknet das Haar zu sehr aus. Nach der Haarwäsche sollte auch hier nocheinmal mit einer Rinse nachgespült werden. Das Haar fühlt sich wesentlich voluminöser und griffiger an als unter der Verwendung herkömmlicher Shampoos.

Roggenmehl
Bei der Anwendung mit Roggenmehl werden 3 – 4 Esslöffel Mehl mit 250 – 300 ml Wasser verrührt. Am besten können sich die Nährstoffe entfalten, wenn man die Mischung eine oder zwei Stunden stehen lässt, bevor man sie verwendt. Dann wird die gelartige Flüssigkeit ins Haar massiert. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann die Mischung ausgespült werden. Im Roggenmehl sind neben vielen Mineralstoffen und Aminosäuren auch wichtige Vitamine enthalten. Sie pflegen das Haar und bauen es auf. Es wird dadurch natürlich geglättet, Fett wird gebunden und  die Regenerierung einer gereizten oder strapazierten Kopfhaut wird begünstigt. Und was gut für das Haar ist, ist auch gut für die Haut anzuwenden.

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Kosmetik ohne Tierversuche

Gewürze, Kakao und Kaffee
Es kann den jeweiligen Mischungen auch etwas Kaffe zugegeben werden. Es kann gemahlener Kaffee oder auch der restliche aufgebrühte Kaffee von der Kaffeepause zugegeben werden. Das darin enthaltene Koffein fördert die Durchblutung der Haarwurzel. Zudem  entfernt Kaffee unangenehme Gerüche aus dem Haar. Apropos Gerüche: Damit die Haare gut duften können beispielsweise Gewürze zugegeben werden. Zimt verströmt einen wärmenden, anregenden Duft – gerade, aber nicht nur für die kalte Jahreszeit. Als schöner Nebeneffekt ist der Duft sehr langanhaltend. Auch weitere natürliche ätherische Öle wie Bergamotte-, Rosen- oder Lavendelöl können den Mischungen zugegeben werden. Für glänzendes Haar können Muskat, Alma oder Shikakai beigefügt werden. Durch die Zugabe von Kakao wird der Talg gebunden. Der Kreativität sind bei der alternativen Haarpflege keine Grenzen gesetzt.

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Pflege nach der Haarwäsche: Haaröl mit Arganöl für die Haarspitzen und Apfelessig als Grundlage für eine Rinse

Rinse
Nach er Haarwäsche kann das Haar mit einer Rinse gespült werden. Dazu mischt man zwei Teelöffel Apfelessig und etwas Zitronensaft mit einem Liter Wasser. Hierbei muss man auch wieder die Haarlänge berücksichtigen und am besten selbst einmal versuchen um das ideale Mischungsverhältnis herauszufinden. Die Inhaltsstoffe sorgen für schönes, glänzendes Haar. Der Geruch von Apfelessig sollte nach einer Weile verfliegen. Wen er trotzdem stört, der kann auch etwas von den oben erwähnten Gewürzen und ätherischen Ölen untermischen.

Pflege der Haarlängen
Nach der Haarwäsche und dem Spülen mit einer Rinse empfielt sich insbesondere für langes Haar eine zusätzliche Pflege. Dazu verwende ich naturreines Jojoba-Kokos- oder Arganöl, welches allerdings nur in die Spitzen einmassiert wird. Trockene Spitzen werden so mit Feuchtigkeit versorgt und auf natürliche Weise geglättet. Der Klassiker für die Haarpflege ist eigentlich Olivenöl. Diese Art von Öl beschwert das Haar allerdings ziemlich und eignet sich eher für Intensivkuren, die über Nacht einwirken und am nächsten Tag ausgespült werden. Ohne es auszuspülen ist Olivenöl eher weniger zu empfehlen.  Desweiteren ist auch das Bürsten für die optimale Pflege der Haare wichtig. Am besten verwendet man eine Bürste mit Naturborsten wie Wildschweinborsten. Die Haare der Bürste müssen fest und aufnahmefähig sein. Ein Zeichen für gute Qualität sind die weißen Spitzen der Borsten. Im Prinzip funktioniert die Bürste wie die rauhe Zunge einer Katze: Beim Bürsten werden die Haare von Schmutz, Rückständen von Pflegeprodukten und Schuppen befreit. Das beugt eine häufige Haarwäsche vor. Außerdem wird dadurch die Durchblutung der Kopfhaut angeregt, was das Haarwachstum fördert. Damt das Haar sich beim Bürsten nicht statisch aufläd, sollte man zwischen dem Bürsten immer wieder mit der Hand über das Haar streichen.

Zahnpasta
Auch für die Zahnreinigung kann auf natürliche Mittel zurückgegriffen werden. Ich verwende schon lange die Calendula-Zahncreme von Weleda, die ohne die Zugabe von Fluoriden und schäumenden Tensiden auskommt. Doch Zahnpasta kann auch selbst ganz einfach hergestellt werden. Dazu werden etwa 20 Gramm Heilerde mit abgekochtem Wasser und einer Messerspitze Meersalz vermengt. Das Wasser darf jedoch nur langsam zugegeben werden unter stetigem Rühren, damit sich keine Klumpen bilden. Es bildet sich eine cremige Masse. Dieser Mischung  können noch einige Tropfen Pfefferminz- oder Teebaumöl zugegeben werden. Die wirken antibakteriell und verhindern, dass sich Bakterien in der Paste bilden. Es sollten jedoch immer nur kleine Mengen angerührt werden, die schnell aufgebraucht werden.

Es sind immer die kleinen Sünden, die man begeht, welche unschätzbare Auswirkungen auf unsere Natur und Umwelt haben. Man kauft hier noch ein Shampoo, dort noch ein Deo oder Duschgel- einfach weil es schnell geht und praktisch ist. Schon hat man eine Menge Kunststoffmüll, der sich ansammelt und chemische Inhaltsstoffe, welche dazu oft noch ziemlich unüberschaubar angegeben werden. Da ist es doch gut, dass es Alternativen gibt. Diese sind sicherlich nicht neu, sie müssen nur wiederentdeckt werden um mit der Natur zu leben und nicht gegen sie.

DIE ALTEN MEISTER

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Dresden vom rechten Elbufer unterhalb der Augustusbrücke | Bernardo Bellotto
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Die Frauenkirche in Dresden | Bernardo Belotto

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Maria mit Kind und musizierenden Engeln in einer Blumengirlande (Detailansicht) | Frans Francken d. J.

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Ostasiatisches und Meißner Porzellan aus der Porzellansammlung von August dem Starken

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Gemäldegalerie Alte Meister | Porzellansammlung Dresden

Dienstag – Sonntag 10 bis 18 Uhr, montags geschlossen

SCHATZSUCHE

Seit der Winter seine eisigen Flügel über das Land ausbreitet, fühle ich mich magisch angezogen von  Dingen, die mein Herz erwärmen. Dazu zählen alte Filme wie „Marokko“ aus den „Goldenen 1930er Jahren“. Der Film besticht nicht nur durch die eindrucksvollen Bilder, die in ihrer Aussagekraft an den Stummfilm erinnern. Was heute das selbstverständlichste der Welt ist, galt damals als Skandal. Marlene Dietrich ist im Film in ihrer Rolle als Tingeltangelsängerin „Amy Jolly“ in weit geschnittenen Hosen zu sehen, die damals nur von Männern getragen wurden. Dieser Look erregte nicht nur Aufsehen, sondern führte auch zu reichlichen Nachahmungen und revolutionierte die Modewelt- bis heute. Heute tragen wir Hosen in sämtlichen Formen und Stilrichtungen und ich greife auch sehr gern auf die klassische Marlene-Hose zurück. Besonders schön wirkt sie, wenn sie das Bein weit umschmeichelt und mit femininen Accessoires kombiniert wird. Bei kaltem Wetter hülle ich mich gerne in warme Farben wie Rostrot, Rosenholz und Rotbraun. Diese Töne finden sich im Moment auch in der Natur wieder. Das bunt gefärbte Laub erinert mich in seinem Farbspiel und seiner segmenthaften Aufteilung an die Werke von Alphonse Mucha oder Gustav Klimt.

Hinter dem Schloß Moritzburg war bis zum Jahre 1996 noch ein restlicher Teil eines Wettiner Schatzes vergraben. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs vergruben die Söhne von Ernst Heinrich Prinz von Sachsen zusammen mit dem Revierförster sage und schreibe 43 Kisten des Schatzes. Unter Folter gab der Revierförster das Versteck des Schatzes der sowjetischen Besatzungsmacht preis. Der größte Teil des Familienschatzes wurde widerrechtlich in die einstige Sowjetunion gebracht und ist heute in der Eremitage von St. Petersburg zu besichtigen. Drei weitere Kisten des Schatzes wurden 1996 gefunden. Es wird gemunkelt, dass noch immer ein Teil des Schatzes in den Wäldern vergraben sein soll.

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Since the winter spread its cold wings across the country, I feel magically attracted to heart warming things. These include old films like „Morocco“ from the „Golden 1930s“. The film captivates not only through the impressive images, which remind on the aera of the silent film. What today is the most self-evident in the world was considered a scandal. Marlene Dietrich can be seen in the film in her role as „Amy Jolly“ in the loose fitting boyish trousers, which were worn only by men at that time. This look not only caught the eye. It also led to copious imitation and revolutionized the fashion world to this day. Today, we wear trousers in all shapes and styles and I also like to go back to the classic Marlene trousers. It is particularly beautiful when the leg is flattered and combined with feminine accessories. In cold weather, I like to cover warm colors such as roasty red, rosewood and redbrown. At the moment these tones are also found in nature. The colorful tinted foliage remembers me in its coloring and its segmented distribution to the works of Alphonse Mucha or Gustav Klimt.

Behind the Moritzburg castle until the year 1996 a remaining part of a Wettiner treasure was buried. Towards the end of the Second World War, the sons of Ernst Heinrich Prince of Saxony, together with the district forester, buried forty-four boxes of the treasure. Under torture, the district ranger told the Soviet occupation power the hiding place of the treasure. The largest part of the family treasure was illegally transferred to the former Soviet Union and is now to be visited in the Hermitage of St. Petersburg. Three more boxes of the treasure were found in 1996. It is rumored that still a part of the treasure should be buried in the woods.

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Coat: Denier Cri | Scarf: Vintage | Trousers: Vintage | Purse: Abro | Boots: Botas y Botines

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Inspiration

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Marlene Dietrich 1930
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Ruby | Alphonse Mucha
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Autumn in Oril | Franklin Carmichal
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Birkenwald | Gustav Klimt
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Dance – Alphonse Mucha