LOVE STREET

Mir gefällt der Gedanke, aus alten Dingen neue zu erschaffen. So ist es auch mit der alten Ledertasche geschehen. Die Henkel, die schon etwas verschlissen waren, habe ich mit Stoff bezogen. Auch das Futter aus Acetat musste weichen und einem robusten, gestreiften Baumwollstoff weichen. Doch das eigentliche Projekt ist die Bemalung. Die Naturstudie der Blumen, die ich für die Tasche als Dekor vergesehen habe, habe ich zunächst mit Aquarellfarbe auf Papier umgesetzt. Anschließend folgt die Bemalung des Leders und voilà- das Ergebnis ist auf den folgenden Bildern zu sehen. Meine Inspiration finde ich in den 70er Jahren nicht nur anhand der damaligen Mode, sondern auch der Musik. Während ich male höre ich The Doors..

She lives on Love Street
Lingers long on Love Street…

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I like the idea of creating new stuff from old things. This is also the case with the old leather purse. The handles, which were already worn out, I have covered with fabric. Also the acetate lining had to give way to a robust, striped cotton fabric. But the actual project is the painting. The nature study of the flowers, which I have planned for the bag as a decor, I first implemented with watercolor on paper. Then the painting on leather follows and voilà- the result is shown in the following pictures. I find my inspiration in the 70s not only with the fashion, but also with the music. While I’m painting I listen to The Doors…

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Inspiration:

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Jim Morrisson & Pam Courson

IM WEISSEN RÖSSEL

Es ist schon wieder ein paar Jahre her, seit ich die Operette „Im Weißen Rössel“gesehen habe, die in der Staatsoperette in Dresden aufgeführt wurde. Was davon jedoch geblieben ist sind die Ohrwürmer, die sich, einmal gehört, einprägen und einen auf Schritt und Tritt verfolgen. Die Handlung ist schnell erzählt. Der charismatische Oberkellner Leopold hat zwar ein Händchen für ungeduldige Gäste, bei seiner Angebeteten, der Wirten Josepha Vogelhuber stehen seine Chancen jedoch schlecht. Im Hotel herrscht Hochsaison und die beteiligten haben nicht nur mit den Gästen alle Hände voll zu tun, sondern auch damit, ihre wirren Gefühlswelten zu ordnen. Geschrieben hat Ralph Benatzky die Operette 1929/30 und sofort wurde sie zur beliebtesten Revueoperette dieser Zeit.

Die ganze Welt ist himmelblau…

Das bekannte Singspiel und die Verfilmung dessen mit Peter Alexander aus dem Jahr 1960 verhalfen nicht nur dem Hotel zu großer Popularität. Auch das Dirndl wurde bei der Damenwelt zum Verkaufsschlager- und das nicht nur in Alpenregionen. Es galt als Stilmittel für die heimattreue  Gesinnung und wurde zu dem Kleidungsstück schlechthin in den Heimatfilmen der Nachkriegszeit. Zu er Zeit haben sich auch die ersten Konfektionsbetriebe für Trachtenmode gegründet, die sich meist als Familienbetriebe auf die Herstellung von Dirndln, Walkmoden sowie Trachtenanzügen- und kostümenden verstanden. Die Hersteller sprachen mit ihren Entwürfen ein kosmopolitisches Publikum an und das Dirndl war zu den aufwändigen und kostspieligen traditionellen Frauentrachten eine preiswerte Alternative. Bei dem reisefreudigen Sommerfrischepublikum aus den Städten erfreute sich das Dirndl großer Beliebtheit als „ländliches“ Sommerkleid. So oft die Heimatfilme belächelt und als  kitschig bezeichnet werden- der Wunsch nach einer `heilen Welt´schlummert doch in fast jedem von uns. Nicht ohne Grund besinnt man sich in dieser turbulenten Zeit wieder auf alte Werte und Dirndl sind wieder so beliebt wie einst.

weises_rossel_24Mein Vintage-Dirndl entstammt nicht dem Salzkammergut sondern wurde in München entworfen. Charakteristisch dafür ist der sogenannte Münchner Ausschnitt. Auf den Knöpfen und eingewebt im Seidenjacquardstoff ist die Münchner Frauenkirche abgebildet. Auch ein kleines Rössel ist in den Stoff gewebt. Typisch für die Zeit der 50er und 60er Jahre sind die üppigen Borten um den Ausschnitt, die gerafften Ärmel und die Einsätze im Brustbereich. Damals war es nicht unbedingt üblich, eine Bluse unter dem Dirndl zu tragen. Wenn das Dirndl Ärmel hatte, dann waren oft nur Spitzeneinsätze mittels Druckknöpfen im Ausschnitt befestigt. Es besteht aus einem Mieder mit einem angesetzten Schößchen und aus einem seperaten gefältelten Rock. Einige der erwähnten Details tauchen auch bei den Dirndln auf, die Waltraut Haas als Wirtin Josepha Vogelhuber im Film trägt.

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Typische Illustrationen eines Schnittmusterbogens aus den 50er Jahren

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Inspiration:
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Szenen aus „Im Weißen Rössel“ von 1960