GEDANKENVERLOREN

Gedanken. Natürlich ist es positiv, sich über sich und sein Leben und Handeln Gedanken zu machen. Allerdings schwirren oft zu viele Gedanken durch meinen Kopf und verunsichern mich, in meinem Tun und Handeln. Sich zu viel den Kopf über die Vergangenheit zu zerbrechen und zu überlegen, ob diese oder jene Entscheidung richtig gefällt wurde oder was ich hätte besser machen können. Ob es gescheiter gewesen wäre, einen ganz anderen Weg einzuschlagen, oder ob man zufrieden mit dem Erlebten und Erreichten sein sollte, so wie es sich eben ereignet hat – sinnlos. Was geschehen ist, ist geschehen. Was vorbei ist, ist vorbei. Auch wenn es oft nicht so einfach ist, die Verganenheit ruhen zu lassen und nach vorne zu blicken. Denn es sind nun einmal die Dinge, die sich in der Vergangenheit ereignet haben, die einem zu dem gemacht haben, was man heute ist. Und das ist gut so. Ist es nicht? Dann ist es an einem selbst, die Begebenheiten zu ändern und sich neu zu orientieren.

Nein , ich bereue nichts.- Edith Piaf

Hätte. Wollte. Wäre. Weshalb quälen wir uns mit diesen Worten? Ist es nicht viel vernünftiger, nach vorne zu Blicken und sich neuen Abenteuern zu stellen? Die Vergangenheit von morgen ist heute und genau jetzt im Augenblick ist die Gelegenheit, Einfluss darauf zu nehmen und sie zu gestalten. Das sagt sich zumindest so leicht. Zuerst sollte man sich seine Ziele vor Augen führen, damit man sich die Gelegenheit verschafft, bestmöglich auf sie hinzuarbeiten. Es kann helfen, Abstand zu halten. Allein zu sein.  Auf deine innere Stimme zu hören, ohne sich von anderen beeinflussen zu lassen. Es ist nichts schlechtes daran, ab und an allein loszuziehen und zu sehen, in welche Bahnen das Leben einen leitet. Nur man selbst und die Natur, die einen umgibt. Das hilft, den Kopf frei für Neues zu bekommen und zu erkennen, von welcher Schönheit man doch umgeben ist. In Anbetracht der Wunder der Natur wird einem dann erst einmal wieder bewusst, welch ein kleiner Teil man doch angesichts des “großen Ganzen” ist und wie klein und unbedeutend doch die eigenen Probleme sind.

Vertraute Bekannte, mit denen man sich umgibt, können bereichernd sein. Neue Bekanntschaften können ebenfalls sehr inspirierend sein und einem neue Sichtweisen eröffnen, die man im vertrauten Kreis der Menschen, die einem nahe stehen, möglicher Weise nicht bekommen hätte.  Sich einem fremden Menschen vorzustellen hilft dabei sich für sich selbst revue passieren zu lassen, wer man eigentlich ist und welche Eigenschaften einen auszeichnen. Es ist auch ein Lernprozess, welche Menschen zu Dir passen und welche weniger mit dem eigenen Charakter harmonieren. Gerade auf Reisen lernt man am besten Menschen kennen, die die selben Ziele, Wünsche und Träume teilen, wenn man allein unterwegs ist. Und man ist nie wirklich alleine. Bestenfalls hat man immer den perfekten Reisebegleiter dabei: Sich selbst! Erst, wenn man mit sich im Reinen ist und sich selbst vertraut, kann man mit einem verschmitzten Grinsen in Erinnerungen schwälgen und behaupten: “Nein, ich bereue nichts.”

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Jewelery: Antiq Art Nouveau | Blouse: Vintage 70s | Shorts: United Colours of Benetton | Purse: Vintage 70s

Wenn es allerdings um Bekleidung geht, dann bin bin ich durchaus dafür, alte Dinge wieder hervor zu kramen und ihnen neues Leben einzuhauchen, in dem man sie umnäht oder einfach geschickt kombiniert. Gerade liebe ich die Farbe Blau sehr. Ebenso wie Folklore-Elemente wie Stickereien, Fransen, Spitzen und Volants. Genau diese Details sind auch in vielen Frühjahr-/ Sommerkollektionen der bedeutenden Modehäuser ein wichtiger Bestandteil. Bei dem französischen Modehaus Chloé mischen sich unter Couturier Clare Waight Keller die erwähnten Stilemente mit schlichten, geradlinigen Schnitten bei Palazzo-Hosen und Mänteln. Neben den monochromen, abstrakten Mustern setzt die Designerin auf sinnlich – naive Farbgebungen wie Offwhite, Weiß und Pastellfarben zu kontrastierendem Blau, Rot oder Schwarz. Das australische Label Zimmermann, das eine wunderbar detailverliebte Kollektion präsentiert, bei der das Zusammenspiel aus Volants, Rüschen, Spitzen, Lochstickereien und Puffärmeln an Verspieltheit kaum zu überbieten ist, verzichtet größtenteils auf diese klaren, minimalistischen Linien in den Designs. Ich persönlich habe mich wieder einmal in die Mode der 70er Jahre verliebt, wie die mit blauem Garn bestickte Folklorebluse und das lange Volantkleid mit seinen Flügelärmeln und dem Crêpe-Baumwollstoff zeigen. Und die Farbkombination Blau und Weiß ist die perfekte Verkörperung für den Sommer und die heißen Temperaturen, die im Moment vorherrschen. Ein Hoch darauf, dass sie uns noch lange erhalten bleiben mögen.

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romantik
Dress: Vintage 70s | Shoes:

romantik!

 

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