MEERESGEYSIRE

mia_und_ich_ontheroad_westaustralien_blog_reise_travelIMG_5257Was bei einem Roadtrip durch Australien in Kauf genommen werden muss, sind die gewaltigen Entfernungen, die gut und gerne endlos erscheinen. So ergeht es uns bei der Strecke zwischen der Shark Bay Region und dem Ort Carnarvon. Die Straße zieht sich hier oft schnurgerade durch die Landschaft und scheint in der etwas trostlosen Landschaft nahezu unendlich. Interessant ist allerdings, wie häufig sich die Vegetation innerhalb der Strecke verändert. Der Boden um Carnarvon ist sehr fruchtbar und so ist es nicht erstaunlich, dass dort eine große Vielfalt an Obst angebaut wird. Natürlich musste ich das testen und ich bin begeistert. Mein Testobjekt ist die in Australien gezüchtete Apfelsorte namens `Bravo´. Schon als Kind war habe ich die `Roten Delicious´Äpfel aus Opa´s Garten geliebt und die Sorte`Bravo´ toppt ihn sogar noch mit seiner dunkelroten Schale und dem sehr hellen, fast schon weißen Fruchtfleich. Dabei geht es mir natürlich nicht um die Äußerlichkeiten. Der Geschmack ist einfach unbeschreiblich. Er schmeckt förmlich von der Sonne geküsst und die knackige, saftige Konsistenz ergänzt dies wunderbar. In Carnarvon habe ich also meine neue liebste Apfelsorte gefunden. Doch ansonsten sehen wir nicht viel davon, denn wir verbringen hier nur die Nacht und setzen unsere Reise am Morgen fort.

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Unser Weg führt uns durch die Schaffarm in Quobba. Dort erwartet uns das Naturschauspiel der Blowholes. In Höhlen, welche sich in den Klippen befinden, sammelt sich Wasser und wird je nach Wasserstand und Wellenbewegung nach oben gedrückt. Wir hatten Glück und konnten diese Meeresgeysire in voller Aktion bewundern. Zahlreiche Lebewesen wie Krebse und kleine Fische finden in den ausgeschwemmten Felsen, die oft wie eine bizarre, ausserirdische Landschaft erscheint, ihre Heimat.

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Die bizarr ausgewaschenen Felsen erscheinen wie eine Landschaft eines andern Planeten.

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Erst am späten Nachmittag erreichen wir Coral Bay. Immer wieder ist es interessant, wenn man stundenlang nichts und niemanden ausser ein paar vereinzelten Autofahrern sieht, in Ballungsgebiete gelangt. Nur diesmal sind wir besonders überrascht über den Andrang. Wohin man auch blickt schlendern überall entpannt junge Menschen umher, Musik schallt über den Strand und einige Leute machen es sich bereits auf einer Decke mit einer Flasche Wein gemütlich und fiebern dem Sonnenuntergang entgegen. Wir sind total ermüdet und verschwitzt von der Fahrt. So springen wir sofort bewaffnet mit Schnorchelausrüstung ins Wasser um uns zu erfrischen. Was wir dort erleben, versetzt uns abermals in Staunen. Denn sofort befinden wir uns mitten im Riff und eine Vielzahl unterschiedlicher Fische tummelt sich um uns herum. Wir hören leise Knuspergeräusche und sehen, dass einige Papageienfische an Korallen knabbern. Die Zeit vergeht rasend schnell und wir würden diese fabelhafte Unterwasserwelt am liebsten gar nicht mehr verlassen. Die Abendfrische zwingt uns dann aber doch dazu. Frierend in Handtücher eingehüllt warten dann auch wir auf den großen, pastellfarbenen Ball, der in das Meer eintaucht und den Tag beendet.

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TRANSPARENZ

IMG_9359.JPGTransparenz
Transparenz ist in der Modewelt gerade ein großes Thema, das viele Designer aufgegriffen haben. Leider ist dabei nicht die Art von Transparenz gemeint, die man sich in Bezug auf die Produktionswege wünschen würde. Viel mehr dreht es sich bei dem Thema um die Auswahl der Stoffe. Tüll-, Ausbrenner- oder Spitzenstoffe transportieren ein Gefühl sommerlicher Leichtigkeit und sind geschickt kombiniert auch durchaus alltagstauglich. In diesem Beitrag möchte ich mich vorwiegend dem Spitzenstoff widmen.

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Mein Kleid für den Abend ist ein Vintage-Kleid aus Plauener Spitze.

Spitze aus Deutschland
Anlass dazu ist unser Besuch des Plauener Spitzenfests. Die Herstellung von Spitze hat in Plauen eine lange Tradition. Erste Entwicklungen im Bereich der Veredelung von Baumwollstoffen heraus gab es bereits im 16. Jahrhundert. Während zu Anfang des 18. Jahrhunderts noch per Hand gestickt wurde, war die Technik zur Mitte des 18. Jahrhunderts bereits so weit ausgereift, dass die Produktion industrialisiert wurde und die Herstellung von da an maschinell erfolgte. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erlebte die Stick-und Spitzenindustrie einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung. Die Luftspitze in der “Plauener Musterung” wurde 1900 auf der Weltausstellung in Paris präsentiert und erlangte so internationalem Ruhm.  Heute sind noch 35 Familienbetriebe an der Herstellung von Plauener Spitze ® beteiligt. Das einzige Spitzenmuseum in Deutschland beleuchtet die Geschichte der Spitzenherstellung auf interessante Weise. Besonders spannende Einblicke in die Welt der Stickereibetriebe bietet die Schaustickerei. Dort sind neben den Maschinen auch Arbeiten der Musterentwerfer ausgestellt, die früher in der Kunstschule für Textilindustrie ausgebildet wurden.

Dentelles de Saxe, Saxon Lace, Plauen Lace oder Dentelles de Plauen waren die internationalen Bezeichunungen für die Plauener Spitze ®.

Alles ist möglich
Anything goes– das war das Motto der diesjährigen Spitzenfestgala. Unter dem imposanten Kronleuchter des Vogtlandtheaters erlebten wir ein Programm aus Musik verschiedenster Stilrichtungen. Neben klassischen Klängen u. a. des Philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau sorgten das Duo Stiehler/ Lucaciu mit  Saxophon- und Keyboard sowie die BigBand des Vogtlandkonservatoriums gekonnt für einen abwechslungsreichen Abend. Desweiteren präsentierte die Hamburger Modedesignerin Julia Starp eine Kollektion, bei der sie auch Spitze aus Plauen verarbeitete. Ihre Philosophie beruht auf einem bewussten und schonenden Umgang mit Ressourcen und fairen Bedingungen bei der Umsetzung ihrer Kreationen. Neben der in Deutschland produzierten Plauener Spitze ® greift sie vorwiegend zu zertifizierten Textilien und recyceltem Material. Die Herstellung erfolgt in EU-Ländern wie eben Deutschland. So wurde auch mein Wunsch nach mehr Transparenz in der Herstellung in dieser inspirierenden Show erfüllt.

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Spitzengala im Voglandtheater

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Designerin Julia Starp

 

 

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