TRANSPARENZ

IMG_9359.JPGTransparenz
Transparenz ist in der Modewelt gerade ein großes Thema, das viele Designer aufgegriffen haben. Leider ist dabei nicht die Art von Transparenz gemeint, die man sich in Bezug auf die Produktionswege wünschen würde. Viel mehr dreht es sich bei dem Thema um die Auswahl der Stoffe. Tüll-, Ausbrenner- oder Spitzenstoffe transportieren ein Gefühl sommerlicher Leichtigkeit und sind geschickt kombiniert auch durchaus alltagstauglich. In diesem Beitrag möchte ich mich vorwiegend dem Spitzenstoff widmen.

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Mein Kleid für den Abend ist ein Vintage-Kleid aus Plauener Spitze.

Spitze aus Deutschland
Anlass dazu ist unser Besuch des Plauener Spitzenfests. Die Herstellung von Spitze hat in Plauen eine lange Tradition. Erste Entwicklungen im Bereich der Veredelung von Baumwollstoffen heraus gab es bereits im 16. Jahrhundert. Während zu Anfang des 18. Jahrhunderts noch per Hand gestickt wurde, war die Technik zur Mitte des 18. Jahrhunderts bereits so weit ausgereift, dass die Produktion industrialisiert wurde und die Herstellung von da an maschinell erfolgte. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts erlebte die Stick-und Spitzenindustrie einen rasanten wirtschaftlichen Aufschwung. Die Luftspitze in der “Plauener Musterung” wurde 1900 auf der Weltausstellung in Paris präsentiert und erlangte so internationalem Ruhm.  Heute sind noch 35 Familienbetriebe an der Herstellung von Plauener Spitze ® beteiligt. Das einzige Spitzenmuseum in Deutschland beleuchtet die Geschichte der Spitzenherstellung auf interessante Weise. Besonders spannende Einblicke in die Welt der Stickereibetriebe bietet die Schaustickerei. Dort sind neben den Maschinen auch Arbeiten der Musterentwerfer ausgestellt, die früher in der Kunstschule für Textilindustrie ausgebildet wurden.

Dentelles de Saxe, Saxon Lace, Plauen Lace oder Dentelles de Plauen waren die internationalen Bezeichunungen für die Plauener Spitze ®.

Alles ist möglich
Anything goes– das war das Motto der diesjährigen Spitzenfestgala. Unter dem imposanten Kronleuchter des Vogtlandtheaters erlebten wir ein Programm aus Musik verschiedenster Stilrichtungen. Neben klassischen Klängen u. a. des Philharmonischen Orchesters Plauen-Zwickau sorgten das Duo Stiehler/ Lucaciu mit  Saxophon- und Keyboard sowie die BigBand des Vogtlandkonservatoriums gekonnt für einen abwechslungsreichen Abend. Desweiteren präsentierte die Hamburger Modedesignerin Julia Starp eine Kollektion, bei der sie auch Spitze aus Plauen verarbeitete. Ihre Philosophie beruht auf einem bewussten und schonenden Umgang mit Ressourcen und fairen Bedingungen bei der Umsetzung ihrer Kreationen. Neben der in Deutschland produzierten Plauener Spitze ® greift sie vorwiegend zu zertifizierten Textilien und recyceltem Material. Die Herstellung erfolgt in EU-Ländern wie eben Deutschland. So wurde auch mein Wunsch nach mehr Transparenz in der Herstellung in dieser inspirierenden Show erfüllt.

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Spitzengala im Voglandtheater

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Designerin Julia Starp

 

 

* Ad/ Anzeige durch Verlinkung | Quelle | Fotos: Maximilian Hagstotz

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