HINTERLAND

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Wenn man eine Reise tut, so trifft man von Zeit zu Zeit auf Gleichgesinnte. Man tauscht sich aus über die Reisepläne und gibt, bzw. erhält auch gerne die ein oder andere Empfehlung. So geschehen ist uns das in der Shark Bay Region beispielsweise. Eine Amerikanerin schwärmte uns dort so vor von einer Übernachtungsmöglichkeit namens Bullarra Station, dass wir diese Unterkunft in unserer Reiseplanung mit berücksichtigen. Erst spät in der Nacht erreichen wir unser Ziel. Gerade noch wundern wir uns, wer denn hier große Steine auf die Zufahrtsstraße der Ranch gelegt hat, da sehen wir, dass der vermeintliche Stein bei genauerer Betrachtung mit den Ohren wackelt. Die farblich der roten Erde angepassten Kühe sehen liegend in der Dunkelheit durch ihre Silhouette wirklich ein wenig aus wie ein Stein. Tatsächlich ist der Hof so spät abends noch belebt. Nach dem wir uns angemeldet haben, verweilen wir noch eine Weile mit Reisenden aus Südaustralien in der Küche. Doch dann gehen wir zu Bett. Wie schön es ist, auf dem Autodach zu schlafen. Über uns dieser gigantische Mond, der auf dem Rücken liegt und millionen von Sterne, die mitten im Nirgendwo und ohne all die künstliche Beleuchtung so viel größer und klarer erscheinen. Nur wir, die warme Nachtluft und dieser beeindruckende Sternenhimmel.

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Tags darauf sehen wir uns erst eimal um auf der Station. Wir beginnen den Tag so, wie unsere amerikanische Bekannte es uns empfohlen hat: Mit Kaffee und frisch gebackenen Scones mit Marmelade und Sahne. Wir bewundern, mit wie viel Liebe zum Detail alles hier gestaltet wurde. Auf einem alten Herd neben unserem Tisch steht ein großer Strauß mit Wildblumen und überall auf dem Gelände sind nette, handwerkliche Spielereien zu finden. Wir werden sehr aufmerksam umsorgt und können unseren Aufenthalt in vollen Zügen genießen. An unser Frühstück schließen wir noch einen kleinen Spaziergang an. Wir wandern über den von der Sonne verbrannten, roten Boden und sehen neben den Rindern und Pferden unterschiedliche Vögel wie Corellas und winzige Finken, die durch die trockenen Büsche huschen. Mein Opa hat Vögel gezüchtet, als ich noch klein war und sie haben mich immer schon fasziniert. Ich bin mir sicher, dass auch er begeistert gewesen wäre, wenn er seine geliebten Nymphensittiche in freier Natur hätte bewundern können.

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