Find my art prints in my shop or go to gofundme. You’ll get one of my limited and hand signed illustrations of ‘Joey’, the little roo. It’s printed on environmental friendly paper made of grass with a nice warm colour and beautyful enclosings. So every piece is absolutely unique! I’ll donate my profit to  Wires Wildlife Rescue.

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♡ Thank you for your support ♡

BUSCHGESCHICHTEN FÜR AUSTRALIEN

Seit Monaten schon wüten die Buschbrände in Australien. Zwar sind Brände in Australien im Dezember nichts ungewöhnliches, jedoch haben sie in diesem Jahr bereits im Oktober begonnen und sind jetzt, Anfang Januar noch immer nicht unter Kontrolle. Die Auswirkungen sind verherend für die Umwelt, die Jahrzehnte benötigen wird, um sich zu regenerieren. Ganz zu schweigen von der Tierwelt. Gerade die Koalas sind den Bränden schutzlos ausgeliefert. Auf Kangroo Island ist die Hälfte des Koalabestands den Flammen zum Opfer gefallen.

Vor über zehn Jahren – erschreckend wie die Zeit vergeht – bin ich ein Jahr kreuz und quer durch Australien gereist. Was soll ich sagen? Ich war begeistert! Die weitgehend unberührte Natur und die vielfältige Tierwelt haben mich schwer beeindruckt. Die grausamen Bilder, die derzeit durch die Medien gehen, treffen mich sehr. Und so habe ich mir die Frage gestellt: Wie kann ich helfen? Die einzige Antwort die ich darauf gefunden habe ist, den Helfern beizustehen. Wenn nicht aktiv, so doch wenigstens finanziell. Während des Jahres in Australien hat mich die Natur dort inspiriert ein Kinderbuch zu schreiben und meine Eindrücke in Illustrationen festzuhalten. Nun bin ich sehr kritisch mit mir und meiner Arbeit. So wanderte das Kinderbuch in eine Schublade. Vorerst. Mir war klar, dass wenn ich es der Öffentlichkeit präsentieren werde, dann muss ich die Illustrationen überarbeiten. Nun habe ich das vorläufige Buch wieder zur Hand genommen, mir ein Herz gefasst und begonnen es zu überarbeiten. Vor mir liegt zweifellos noch ein langer Weg. Zeit, die ich angesichts der Buschbrände eigentlich nicht habe. So habe ich beschlossen, dass ich bereits die einzelnen Illustrationen aus dem Buch als Kunstdrucke anbieten möchte. Sie werden auf jeweils 100 Stück limitiert sein und ich werde sie signieren. Drucken möchte ich sie möglichst umweltschonend mit erdölfreier Farbe auf Papier, das aus einheimischen Gräsern hergestellt wurde. Thematisch passt das sehr gut zu den Geschichten aus dem Busch und es schont die Umwelt. Gerade die leidet im Moment wirklich genug.

Australien braucht dringend unsere Hilfe und ich freue mich, wenn ihr mein Projekt unterstützt. Die Prints findet ihr in meinem Shop

https://www.etsy.com/de/shop/michaelaSTOCKER

Der Erlös wird an Wires gehen, die sich im täglichen Kampf für die Wildtiere Australiens einsetzen.

DER BÖSE BRUDER

Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter. Damit einem all das nicht ganz so tragisch erscheint, zeigt sich die Natur im Herbst noch ein letztes Mal von Ihrer farbenfrohen Seite. Die Zeit um Allerheiligen und die freien Tage verlocken zum Verweilen in der Natur. In wem wird nicht das kleine Kind geweckt, wenn das Herbstlaub in dichten Schichten auf dem Boden liegt? Das Laub rauscht, wenn man hindurch schlurft und vertraute Geräusche versetzen einen zurück in längst vergangene Zeiten.

Ich nutze die Zeit für einen Spaziergang im Schlosspark bei Diesbar-Seußlitz. Früh am Morgen ist es dort noch ganz ruhig und idyllisch. Nur die Enten schnattern im verwunschenen Schlossteich. Diesbar-Seußlitz gilt als größte Weinbaugemeinde in Sachsen. Um dies zu zelebrieren, wurde hier seit dem Jahr 2001 die Federweißermeile am ersten Oktoberwochenende ins Leben gerufen. Eine längere Tradition hat der Heiratsmarkt, der eine weitere Attaktion in der Region darstellt. Das kleine Schloss entstand in seiner heutigen Form 1722. Der einstige Besitzer beauftragte George Bähr, den Erbauer der Dresdener Frauenkirche, mit dem Umbau des Schlosses im Barocken Stil.

Mit dem Titel des`Bösen Bruders´ist hier keinenfalls mein eigener gemeint. Durch den Abbau von Felsen in früheren Zeiten entstand ein Felsvorsprung, der die Umrisse eines Gesichts hatte. Einer Sage nach lieben zwei Brüder dasselbe Mädchen. Nun musste sich die Angebetete der Beiden jedoch entscheiden. Der abgewiesene stieß seinen Bruder aus Eifersucht von einem Felsen. Zur Stafe wurde er in Stein verwandelt. Wie er entstand, verschwand er auch wieder. Durch Sprengungen ist heute nichts mehr von dem Gesicht an der 40 Meter hohen Gesteinswand  zwischen Diesbar und Seußlitz  zu erahnen.

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The days are getting shorter, the nights colder. To make sure that all this is not quite so tragic, nature will show itself one last time from its colorful side in autumn. The time around All Saints’ Day and the free days tempt you to linger in nature. In whom is not the little child awakened when there lay autumn leaves in dense layers on the ground? The foliage rustles when you shuffle through and familiar sounds put you back into the past. I use the time for a walk in the castle grounds at Diesbar-Seußlitz. Early in the morning it is still quiet and idyllic. Only the ducks chattered in the lake. Diesbar-Seußlitz is the largest wine-growing community in Saxony. In order to celebrate this, since the year 2001, the `Federweißermeile´ has been launched on the first weekend of October. A longer tradition is the marriages market, which is a further attraktion in the region. The small castle was built in its present form in 1722. The former owner commissioned George Bähr, the builder of the Dresden Frauenkirche, to reconstruct the castle in the Baroque style. The title of the “evil brother” doesn´t affact my own brother. Through the dismantling of rocks in earlier times, a rock formation arose that had the outline of a face. According to one legend, two brothers love the same girls. But the girl had to decide between them. The rejected man throws his brother out of jealousy from a rock. He was turned into stone to penalty. As he came, he disappeared again. Because of explosions, today nothing is left of the face on the 40-meter-high rock face between Diesbar and Seußlitz.

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Cape: Lacoste | Pullover: Dikton´s Barcelona | Belt: Etienne Aigner | Trousers: Marc O´Polo | Shoes: Gracia (Vintage) | Purse: Schu(h)tzengel | Boots: Hilfiger

 

Inspiration

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Gust of wind – Lucien-Levy-Dhurmer

GRENZGÄNGER

Der Dezember ist eher selten ein geeigneter Monat, um die Badesaison zu beginnen. Zu einem Spaziergang läd der beliebteste Badesee der Kufsteiner, der Hechtsee, auch schon zu dieser Jahreszeit ein. Und der Vorteil ist, dass man fast in Ruhe die Naturschauspiele genießen kann. Nur wenige Meter vom Nordufer des Sees entfernt verläuft die deutsch-österreichische Grenze und damit die Grenze zwischen Bayern und Tirol.

Einer Sage nach soll in dem See eine Nixe leben. Ihr Name ist Hechta. Der Sage nach nahm sie dann und wann Menschengestalt an und entstieg dem Wasser des oberhalb von Kufstein gelegenen Bergsees. Als sie wieder einmal durch den Wald streifte, traf sie auf den jungen Jäger Friedl. Die Beiden fanden sofort Gefallen aneinander und trafen sich von da an regelmäßig. Hechta warnte Friedel, dass ihre Liebe in die Brüche gehen würde, würde er sie jemals nach ihrem Namen fragen oder ihn anderweitig herausfinden. Doch der Jäger war sehr neugierig und erfragte bei einer Ortsansässigen den Namen der Nixe.

Bei ihrem nächsten Zusammentreffen lagen sich die Beiden in den Armen. Als Friedl Hechta beim Namen nannte, rollte plötzlich eine riesige Welle heran, schlug über dem Paar zusammen und riss sie in die Tiefe. So verlor Hechta ihre Liebe, denn er verlor sein Leben. So soll es sich laut dem Buch Inntaler Sagen- Sagen und Geschichten aus dem Inntal zwischen Kaisergebirge und Wasserburg von Max Einmayr zugetragen haben.

Die Natur hielt genügend Schätze bereit, die es zu entdecken galt.

Mir ist bei meiner Wanderung um den See keine Nixe begegnet. Wohl aber ein offenbar sehr abgehärteter älterer Herr, der im eiskalten Wasser seelenruhig seine Bahnen schwamm. Mutig würde ich sagen. Für mich war das nichts. Da blieb ich lieber an Land, denn auch dort hielt die Natur genügend Schätze bereit, die es zu entdecken galt. Einen wunderbaren Blick ins Kaisergebirge zum Beispiel. Nach einer kurzen Wanderung durch den Wald erreichte ich die Burg Thierberg. Bereits 1280 wurde diese erbaut und Kapelle ist die letzte Einsiedelei Tirols. Auch wenn es schon gegen Abend zuging- von dem alten Burgfried bot sich mir ein Blick in den schönen Chiemgau, der jeden Weg wert war.

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December is rarely a suitable month to start the bathing season. The most popular bathing lake of the Kufsteiner, the Hechtsee, invites you to take a walk around at this time of the year. And the advantage is that you can enjoy the nature plays almost in peace. Only a few meters from the northern shore of the lake is the German-Austrian border and thus the border between Bavaria and Tyrol. According to legend, there is a mermaid living in the lake. Her name is Hechta. The legend says that she now and then took a human form and escaped from the waters of the mountain lake above Kufstein. As she walked through the woods, she met the young hunter Friedl. Both of them immediately fancied each other and met regularly from then on. Hechta warned Friedel that her love would be broken, if he would ever ask  for her name or find it out elsewhere. But the huntsman was very curious and asked a local person the name of the mermaid. On their next meeting, the two were in their arms. When Friedl called Hechta by name, a huge wave suddenly rolled up, beat over the couple, and tore them into the depths. So Hechta lost her love and he lost his life. This story is added to the book Inntaler Sagen und Legenden and stories from the Inn Valley between Kaisergebirge and Wasserburg by Max Einmayr.

Nature kept enough treasures to discover

I have not encountered a mermaid during my walk around the lake. But there was an apparently very hardened elderly gentleman, who swam in the ice-cold water. Boldly I would say. Nothing for me. So I preferred to stay on land. Nature kept enough treasures to discover outside the water. A wonderful view into the Kaisergebirge for example. After a short hike through the forest, I reached Thierberg Castle. This church was already built in 1280 and the chapel is the last hermitage in Tyrol. Even if it was already towards evening – the top of the old castle offered me a look in the beautiful Chiemgau, which was worth every way.

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