BUSCHGESCHICHTEN FÜR AUSTRALIEN

Seit Monaten schon wüten die Buschbrände in Australien. Zwar sind Brände in Australien im Dezember nichts ungewöhnliches, jedoch haben sie in diesem Jahr bereits im Oktober begonnen und sind jetzt, Anfang Januar noch immer nicht unter Kontrolle. Die Auswirkungen sind verherend für die Umwelt, die Jahrzehnte benötigen wird, um sich zu regenerieren. Ganz zu schweigen von der Tierwelt. Gerade die Koalas sind den Bränden schutzlos ausgeliefert. Auf Kangroo Island ist die Hälfte des Koalabestands den Flammen zum Opfer gefallen.

Vor über zehn Jahren – erschreckend wie die Zeit vergeht – bin ich ein Jahr kreuz und quer durch Australien gereist. Was soll ich sagen? Ich war begeistert! Die weitgehend unberührte Natur und die vielfältige Tierwelt haben mich schwer beeindruckt. Die grausamen Bilder, die derzeit durch die Medien gehen, treffen mich sehr. Und so habe ich mir die Frage gestellt: Wie kann ich helfen? Die einzige Antwort die ich darauf gefunden habe ist, den Helfern beizustehen. Wenn nicht aktiv, so doch wenigstens finanziell. Während des Jahres in Australien hat mich die Natur dort inspiriert ein Kinderbuch zu schreiben und meine Eindrücke in Illustrationen festzuhalten. Nun bin ich sehr kritisch mit mir und meiner Arbeit. So wanderte das Kinderbuch in eine Schublade. Vorerst. Mir war klar, dass wenn ich es der Öffentlichkeit präsentieren werde, dann muss ich die Illustrationen überarbeiten. Nun habe ich das vorläufige Buch wieder zur Hand genommen, mir ein Herz gefasst und begonnen es zu überarbeiten. Vor mir liegt zweifellos noch ein langer Weg. Zeit, die ich angesichts der Buschbrände eigentlich nicht habe. So habe ich beschlossen, dass ich bereits die einzelnen Illustrationen aus dem Buch als Kunstdrucke anbieten möchte. Sie werden auf jeweils 100 Stück limitiert sein und ich werde sie signieren. Drucken möchte ich sie möglichst umweltschonend mit erdölfreier Farbe auf Papier, das aus einheimischen Gräsern hergestellt wurde. Thematisch passt das sehr gut zu den Geschichten aus dem Busch und es schont die Umwelt. Gerade die leidet im Moment wirklich genug.

Australien braucht dringend unsere Hilfe und ich freue mich, wenn ihr mein Projekt unterstützt. Die Prints findet ihr in meinem Shop

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Der Erlös wird an Wires gehen, die sich im täglichen Kampf für die Wildtiere Australiens einsetzen.

DAS OBERE ENDE

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Der Victoria River zwischen Western Australia und Katherine in der Territory

Je weiter wir in Richtung Norden kommen, je weiter die Temperaturen auf dem Thermometer nach oben klettern, desto näher kommen wir der Northern Territory. Schon während meiner ersten Reise quer durch Australien hat mich die Territoriy fasziniert. Diese Faszinstion hat mich nicht mehr los gelassen. Nun das Schraßenschild zu passieren, das darauf hinweist, dass wir Western Australia verlassen und die Northern Territory beginnt, fühlt sich für mich ein klein wenig wie nach Hause kommen an. Zumindest freue ich mich, wieder in eine mir bereits bekannte Region zu kommen und bin voller Erwartungen. Unser Ziel ist Katherine. Eigentlich ist die Stadt kein Ort, um dort längere Zeit zu verweilen. Auch durch meinen ertsten Australien-Trip ist mir Katherine nur noch flüchtig in Erinnerung geblieben. Allerdings habe ich ein besonderes Anliegen, denn wir treffen John in Katherine. John idt ein altee Bekannter, der Quarter Horses züchtet und war damals noch Besitzer einer Schaffarm in New South Wales. Ich habe für ihn gearbeitet, indem ich ihn bei der Arbeit mit den Schafen unterstützt habe. Außerdem habe ich seine Pferde geritten, mit denen er an Wettbewerben, dem sogenannten Campdrafting, teilgenommen hat.  Dafür mussten sie natürlich fit bleiben. Aus dem Arbeitsverhältnis entwickelte sich eine Freundschaft. Vielleicht berichte ich bei Gelegenheit in einem anderen Beitrag über mein erstes Jahr, das ich in Australien verbracht habe. Hier führt es zu weit. Zurück also nach Katherine.

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Darwin Waterfront

Den Vormittag verbringen wir an den Hot Springs. Dabei handelt es ich um mehrere kleine Pools, die aus warmen Quellen gespeist werden. Sie sind von einem tropischen Wald umgeben und laden ein zu einem entspannten Bad. Der Erfrischung dienen sie jedoch weniger durch die warme Temperatur. Am Nachmittag treffen wir John- stilecht bei der Reiterstatue des Stockmen Sabu Peter Sing, der im Westen von Katherine eine Rinderfarm betrieben und sich zu einer Art Ikone für den Ort entwickelt hat. Es ist ein freudiges, herzliches Wiedersehen. Es gibt viel zu erzählen bei dem ein oder anderen kalten Bier. Wir reden bis spät in die Nacht. Es freut mich, dass auch Max´ Résumé für den Abend war: “Was für ein cooler Typ”.

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Am Morgen verabschieden wir uns. John muss eilig einige Dingo-Fallen einsammeln wie er sagt. Es herrschen rauhere Sitten dort im australischen Busch. Alles heiße ich nicht gut, aber vieles ist in irgend einer Form notwendig. Es gab viele Punkte während meiner Zeit, die ich bei John gearbeitet habe, die mich erst einmal schlucken ließen. Aber ich habe auch gelernt, mir im ersten Moment absurd erscheinende, andere Denkweisen zu akzeptieren. Wenn die Australier eines gelert haben, dann wie man im Busch überleben kann. Der Abschied fällt mir schwer. Ich schließe für gewöhnlich nicht viele Menschen so ins Herz. Auch John hatte es da anfangs nicht einfach mit mir. Aber ich habe selten einen so aufrichtigen, ehrlichen und aufopfernd hilfsbereiten Menschen erlebt und nach und nach hat sich eine aufrichtige Freundschaft entwickelt. Bei dem Wiedersehen hatte ich fast den Eindruck, als wären nicht all die Jahre seit dem Abschied in Mount Isa vergangen, denn das alte Vertrauen war sofort wieder da.

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Das Stadtzentrum von Darwin bietet einiges zu entdecken. Darwin hat eine florierende Kunstszene und das macht sich vielerorts bemerkbar.

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Abendspaziergang entlang der Esplanade zu den berühmten Mindil Beach Sunset Markets. Neben Didgeridoo-Musik, spektakulären Feuershows und Kunsthandwerk sind die Markets vor allem für die internationalen kulinarischen Genüsse bekannt und beliebt. Einen Sonnenuntergang am Mindil Beach sollte man sich nicht entgehen lassen.

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Für das Schwimmen im Meer ist in Darwin Vorsicht geboten.  Angesichts der angelegten Lagunen entlang der Waterfront kann man bei den hohen Temperaturen kaum einer Erfrischung im kühlen Nass widerstehen. Für die Abende in Darwin hat uns das Restaurant Wharf One, das direkt am Hafen liegt, als Stammgäste gewonnen. Die Gerichte und Drinks mit Wassermelone sind ideal an lauen Abenden.

Max und ich, wir setzen unsere Reise Richtung Darwin fort. Zuvor machen wir einen kleinen Morgenspaziergang zu den Edith Falls. Dann führt uns unser Weg weiter nordwärts.  Das Klima in Darwin ist gewöhnungsbedrüftig. Auch vom nichts tun schwitzt man hier ohne weiteres. Die multikulturell geprägte Stadt hat ihren ganz eigenen Flair und wie bei meinem ersten Besuch fühle ich mich sofort wohl in Darwin. Die belebte Mitchell Street mit ihren Restaurants und Bars führt uns in Richtung des Stadtzentrums. Darwin verfügt über eine interessante Kunstszene, was auch das Stadtbild prägt.

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Nachdem ich bei meiner letzten Reise den Litchfield Nationalpark erkundet habe, war diesmal der wohl berühmteste Nationalpark Australiens an der Reihe: Der Kakadu Nationalpark.

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Nabulwinjbulwinj stellt einen gefährlichen Geist dar

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Nourlangie Felsmalereien der australischen Ureinwohner

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Die beeindruckende Natur lässt keinen Zweifel daran, weshalb diese Plätze für die Aborigines als heilig gelten in ihrer Welt der Traumzeit voller Magie und Geschichten.

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Fressen und gefressen werden. Ja, die Natur ist manchmal grausam. Das erleben wir auch bei unserer Bootstour durch das Yellow Water Billabong. Hier hat es eine Schildkröte erwischt.

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Mit dem Kopf in den Wolken lauert das Krokodil im Yellow Waters Billabong.

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Der Riesenstorch im Kakadu Nationalpark

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Rund um die Yellow Waters gibt es eine unwahrscheinliche Artenvielfalt zu entdecken. Neben den Krokodilen sind hier ettliche Vögel ansässig als auch Huftiere wie Büffel. Übrigens: Alles, was Hufe hat ist nicht heimisch in Australien. Die filigrane Vegetation ist leidet leider unter den importierten Huftieren.

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Whistling Ducks

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Er ist früh am Morgen immer der Erste, der den Ton angibt: Der Kookaburra oder auch “Lachender Hans” genannt.

Mir fällt der Abschied von Australien wieder sehr schwer, doch ich freue mich, dass der Roadtrip durch die Wildnis auch Max gefallen hat, der zuerst noch skeptisch gegenüber den langen Entfernungen, der Wildnis und den wilden Tieren war. Dieses aufgeregte Vogelgezwitscher am Morgen, der Blick über unendlich erscheinende Weite, die zahlreichen Tierarten und die herzlichen Menschen machen Australien zu einem ganz besonderen Erlebnis, von dem wir noch lange zehren werden.

See you Australia.

 

 

 

* Dieser Beitrag enthält Werbung durch die Ortsangaben, die Angaben von Namen und Marken sowei durch Verlinkungen.

 

NORDWÄRTS

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Mirima-Nationalpark

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Wir setzen unseren Weg Richtung Norden fort. Kununurra ist im äußersten Nordosten des Bundesstaats Western Australia gelegen. In den Außenbezirken der Stadt finden wir den Mirima-Nationalpark, der von den Anwohnern auch als “Mini-Bungle Bungle” betitelt wird. Das liegt daran, dass die karminroten Sandsteinhügel in der Form von Bienenkörben denen im Purnululu-Nationalpark wirklich sehr stark ähneln. Die Fläche dieses Parks entspricht allerdings nicht mal einem Prozent seines großen Bruders. Eben die Miniaturausgabe. Sehr interessant ist es dort trotzdem, da ein kleiner Lehrpfad die dort wachsenden Pflanzen sehr aufschlussreich beschreibt und auchderen Nutzung. Das ist ein absoluter Vorteil gegenüber den großen Nationalparks. Wie oft habe ich schon Pflanzen gesehen, die mich fasziniert haben, doch ich keine Ahnung hatte, was das eigentlich ist. So nehme ich mir vor, es später nachzuschlagen, was ich dann doch meist vergesse. Die Schilder sind so schön gestaltet, dass ich mir einen Laden herbei wünsche, der die Produkte in diesen nostalgischen Verpackungen vertreibt. Die Felsformationen sind ebenfalls sehr beeindruckend. Vier Walkingtrails führen durch das Gelände und bieten außerdem einen guten Blick über Kununurra.

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Purnululu-Nationalpark

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Die Livistona-Palmen können eine Höhe von bis zu 12 m erreichen und wachsen entlang des ausgetrockneten Bachbetts und auf  den Felsen an den unmöglichsten, steilsten Plätzen.

Wir verbringen die Nacht auf einem Campingplatz vor dem Purnululu-Park. Gerade als wir unser Abendessen in der Dunkelheit genießen wollen, raschelt es hinter uns. Und es ist kein Wallaby. Es muss etwas größeres sein. Langsam kauend schlendert ein mächtiger Bulle auf uns zu. Er hat einen friedlichen Gesichtsausdruck, doch die Mimik von Rindern zu lesen ist eine Kunst für sich. In meinen Kopf hat sich ein Erlebnis meiner ersten Australienreise eingebrannt. Wir haben Rinder mit den Pferden zusammen getrieben und sie wurden in kleinen Yards sortiert. Vor mir stand ein gewaltiger Bulle und visierte mich. Ehe ich mich versah, stürzte er auf mich zu und rammte seinen Kopf mit voller Wucht in die Metallstäbe, die uns trennten. Zum Glück, denn sonst könnte ich jetzt sicherlich nicht mehr hier sitzen und von meiner Reise berichten. Ich wedle mit dem Hut und vertreibe den Bullen mit meiner Stimme. Nach ein paar Trabschritten verlangsamt er das Tempo jedoch wieder und grast gemütlich vor den Toilettenanlagen. Die Betreiber des Campingplatzes feiern gerade ein Schlachtfest. Kinder tollen umher und blieben wie angewurzelt stehen, als sie den Bullen entdecken. Aufgeregt rennen sie zurück auf das Fest. Sie kehren zurück mit einer Frau. Sie schreitet zielsicher auf den Bullen zu und streichelt ihn zwischen den Hörnern. Er hebt den Kopf und genießt es sichtlich. Na schön, der erste Eindruck war also richtig. Der Bulle gehört hier wohl  zum Campingplatz wie ein Hütehund. Aber man weiß ja nie.

Bei Sonnenaufgang machen wir uns auf. Am Vortag haben wir uns noch mit unseren Nachbarn auf dem Campground unterhalten, die uns vor dem unwegsamen Gelände in den Park warnen. Zurecht. Der Weg schlängelt sich in Serpentinen durch die Landschaft und als wir endlich bei der Parkinformation ankommen, ist uns beiden richtig übel. Doch der Erkundungsdrang ist stärker. Angekommen im Purnululu-Park folgen wir zum Einstieg der Wanderrute namens Echidna-Chasm. Die Felsformationen sind einzigartig und gehören nicht wurden nicht ohne Grund als UNESCO-Weltkulturerbe gelistet. Der Weg führt uns etwa zwei Kilometer durch enge Felsschluchten. Der Sandstein ist mit Kieseln und Flechten bedeckt und hat sich vor etwa 419 Millionen Jahren gebildet.

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Echidna-Chasm

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Bungle Bungles. Die runde Form ist durch die starken Witterungseinflüsse während der Regenzeit entstanden. Sie sind auf der Südroute zu finden. Nach dem Abendspaziergang zum Cathedral-Gorge sehen wir uns noch den Sonnenuntergang an.

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Auf dem Weg zum Cathedral Gorge

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Details

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Cathedral Gorge

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Australian Bustard

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WILDNIS

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Cockburn Range

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Regenbogen Bienenfresser

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Langsam erreichen wir das Ende der Gibb River Road. Einerseits genießen wir die wilde Schönheit der Gegend und die abenteuerliche Fahrt auf den Schotterstraßen, andererseits freuen wir uns aber auch auf die befestigten Straßen, damit das permanente Rütteln während der Fahrt ein Ende hat. Der Geräuschpegel während der Fahrt kann nach einigen Tagen schon sehr anstrengend werden. Aber wie gesagt- die Landschaft, durch die unsere Reise führt, macht einiges wieder wett. Nach einem Frühstück auf dem Campingplatz der Mount Elizabeth Station in der Gesellschaft von Wallaby “Chloe” und eines vorwitzigen Federviehs, das es auf mein Frühstück abgesehen hat, setzen wir unseren Weg fort. Natürlich nicht ohne noch einmal ausgiebig den weichen Pelz des zahmen Wallabies gekrault zu haben.

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Pigeon Hole Lookout mit Blick auf den Chamberlain River

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Unser nächstes Ziel ist der El Questro Wildnispark. Eigentlich bin ich immer skeptisch gegenüber touristischen Attraktionen. Und obwohl die einstige Rinderfarm sehr auf Tourismus ausgerichtet ist, bin ich trotzdem begeistert. Der Campingplatz ist direkt an einem kleinen Fluss gelegen, der bei der Hitze sehr zu einem Bad einläd. Vorausgesetzt dass einen die kleinen Fische nicht stören, die gerne mal an einem herumknabbern. Um das Wasser herum lassen sich auch verschiedene Vogelarten wie Corellas oder die farbenfroh schillernden Lories gut beobachten. Mittags essen wir in dem Restaurant. Was soll ich sagen. Australien hat so viele Facetten, die eine Reise wirklich lohnen. Was die australische Küche betrifft, so sollte man als Europäer vielleicht nicht zu große Erwartungen haben. Gleich drei Kookaburras gleichzeitig leisten uns Gesellschaft in der Hoffnung, dass auch etwas für sie abfällt von unseren Speisen. Am Abend fahren wir zu dem sogenannten “Pigeon Hole Lookout”. Von dort aus hat man einen wunderbaren Ausblick über das Areal und begreift erst wirklich, wie gigantisch groß El Questro eigentlich ist. Es umfasst bald fünf mal die Fläche von Berlin. Am Abend besuchen wir noch die Bar und lassen den Tag entspannt bei Gitarrenmusik und einem `Stubbie´Bier ausklingen.

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Früh am nächsten Morgen brechen wir auf. Unser Ziel ist das El Questro Gorge. Schon der Weg dort hin ist spektakulär.

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Auch an unserem 2. Tag in El Questro können wir nicht genug bekommen von dem Blick über die Kimberley Region

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Die Tage vergehen wie im Flug. Den letzten Tag beginnen wir in den Zebedee Thermal Springs. Sie sind nur bis mittags geöffnet und es lohnt sich früh aufzustehen, da der Andrang sehr groß ist. Inmitten von riesigen Livistonia Palmen befinden sich kleine Pools, die sich kaskadenförmig furch die Felsen schrauben. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gorges ist das Wasser in den Zebedee Springs sehr warm. Oben ist das Wasser am wärmsten uns kühlt auf seiem Weg nach unten etwas ab. Dem Wasser wird eine heilende Wirkung nachgesagt.

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Zebedee Springs

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Der berühmteste Anlaufpunkt auf El Questro ist wohl das Emma Gorge. Es führen gut gekennzeichnete Wege durch die felsige Landschaft in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Auch wenn der Weg etwas lang erscheint, so lohnt er sich am Ende auf jeden Fall. Das kalte Wasser ist erfrischend, auch wenn diese Erfrischung bei den heißen Temperaturen nicht lange vor hält. Der Blick auf die Felsen, die ein beeindruckendes Farbspiel je nach Lichteinfall bieten und über die kleine Rinnsäle herabfallen, ist sehr faszinierend. Auf dem Rückweg bin ich einen Moment unachtsam und stürze. Wie schnell doch ein Misgeschick Pläne durchkreuzen kann. Zum Glück kann ich mich noch abstützen, bevor mein Kopf auf dem Stein aufschlägt und so sind nur meine Knie in Mitleidenschaft gezogen. Die Rast für die Glieder kommt mir auf der  anschließenden Fahrt nach Kununurra sehr gelegen.

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Emma Gorge

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QUARABS, BOABS UND WELLBLECHPISTEN

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Der Tank ist gefüllt, die Lebensmittelreserven aufgestockt und das Wichtigste bei sengender Hitze: Wir haben genug Wasser mit uns. Vor uns liegen 660 km Staub, Schlaglöcher und Wellblechpisten. Dabei handelt es sich um unbefestigte Straßenabschnitte, die quer zur Fahrtrichtung liegende Bodenwellen aufweisen, die an ein Waschbrett oder eben an Wellblech erinnern. Verursacht werden diese sogenannten „corrugations“ durch schwere Fahrzeute wie die Roadtrains, für die diese Strecke ursprünglich entstanden ist. Kurz vor dem Ort Derby machen wir jedoch noch einen kurzen Stopp und sehen uns den Prison Tree an. 1.500 Jahre ist er alt und soll um 1890 als Gefängniszelle für australische Ureinwohner gedient haben. Zumindest wird die Geschichte eines anderen Prison Trees, welcher in Wyndham zu finden ist, auf diesen nahe Derby projeziert. Belegt ist dies jedoch nicht. Eine Attraktion ist der Boab Baum auf jeden Fall und als wir dort ankommen, da wird der gewaltige Methusalem bereits in ein warmes Abendlicht gehüllt. Eine absolut mysthische Stimmung. Sehr weit kommen wir am ersten Abend auf der Gibb River Road nicht. Wir verbringen die Nacht in Birdwood Downs. Gerade wenn man es am wenigsten erwartet, trifft man auf Landsmänner, bzw. -frauen. Eine junge Mutter, die von Dresden nach Australien ausgewandert ist, hat sich zusammen mit ihren beiden kleinen Kindern das Gleiche Ziel gesetzt wie wir: Die Gibb River Road. Doch ihr Sohn hat sich den Arm verletzt und so bleiben sie vorerst in Birdwood Downs, um schnell Zugang zu ärztlicher Versorgung zu haben. Zeitdruck haben die Drei nicht. Die Kinder gehen nicht zur Schule, denn die Mutter erteilt ihnen Unterricht. Sie helfen auf dem Hof mit und erhalten im Gegenzug Kost und Logie. Sicherlich ist das klassische Lebensmodell Karriere zu machen, sich zu verheiraten, einen Baum zu Pflanzen, Kinder zu zeugen und sich einen Hund anzuschaffen, Vorreiter bei der Lebensplanung. Doch es ist sehr interessant festzustellen, dass es auch noch andere auf ihre Art und Weise funktionierende Wege gibt, die im bürokratischen Deutschland sicher unmöglich wären. Wir schlafen ein im Freien unter einem unvergleichlichen Sternenhimmel den es so nur im australischen Outback gibt.

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Am Morgen weckt mich der Kookaburra- der Lachende Hans- mit seinem Gelächter, das stark an einen Affen erinnert. Danach stimmen immer weitere Vögel lautstark in diesen Morgengruß ein. Oje. Ich habe mich bereits so an diesen morgendlichen Gesang gewöhnt, dass ich ihn nie wieder missen möchte. An den Abschied aus diesem Land voller Wunder möchte ich noch gar nicht denken. Erst jetzt, bei Tageslicht, bemerke ich, welch ein schöner, liebevoll gepflegter Ort Birdwood Downs eigentlich ist. Nach einem schnellen Frühstück schlendere ich vorbei den Bananenplantagen und den “Savannah huts”in Richtung der Stallungen. Dort erwarten mich eine Schimmelstute namens “Saltana” und einen junge Frau, die derzeit die Reitbegeisterten auf dem Anwesen betreut. Sie ist ebenfalls aus Deutschland. Sie führt mich hoch zu Ross über den Grund und Boden von Birdwood Downs. Ich bin eigentlich eher große Pferde wie Warmblüter gewohnt und ein so kleines, zierliches Pferd zu reiten ist gewöhnungsbedürftig für mich. Nichts desto trotz genieße ich es wieder auf dem Pferd zu sitzen nach so langer Zeit der Abstinenz. Wir galoppieren über den trockenen Boden, bevor es zu heiß wird und verschwinden in einer roten Staubwolke.

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Nach einer herzlichen Verabschiedung von unseren neuen Bekanntschaften setzen wir unseren Weg entlang der Gibb River Road fort. Das Windjana Gorge ist unser nächster Zwischenstopp. Zum Baden eignet sich dieses Gorge nicht und uns wird schnell der Grund dafür klar, als wir die Frischwasserkrokodile  bei ihrem Sonnenbad im schlammigen Wasser entdecken. Die Schluchtenwände, die einst ein Korallenriff waren, sind beeindruckend. Neben einer Vielzahl von Schmetterlingen finden sich auch Versteinerungen von Meerestieren in den Felsen.

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“An jeder Sache etwas zu sehen suchen was noch niemand gesehen und woran noch niemand gedacht hat. “

Georg Christoph Lichtenberg (1742 – 1799), deutscher Physiker

 

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Unser nächstes Ziel ist das Bell Gorge. Der Weg beginnt mit einer kurzen, entspannten Wanderung durch das Bell Creek. Je näher wir dem Ziel kommen, desto rutschiger werden die Felsen und das letzte Stück erfordert Trittsicherheit. Auch schwindelfrei sollte man sein, wenn man dem Steig hinunter in das Gorge folgt. Bei der Überquerung des Creeks stören wir einen Goana bei seinem Sonnenbad. Die Echse ist sicher genauso erschrocken ist durch unsere Anwesenheit wie wir durch die seine und schnell setzen wir unseren Weg fort. Im Gorge erwartet uns kaltes, klares Wasser. Die perfekte Abkühlung bei den heißen Temperaturen.

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Die malerische Landschaft des Bell Gorge gesäumt durch die King Leopold Ranges.

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Früh am nächsten Morgen erreichen wir die Mount Elizabeth Station. Als wir den Eingangsbereich betreten, bemerke ich sogleich die Bilder an der Wand. Eines davon zeigt ein Gorge, in das ein breiter Wasserfall fließt. Die Frau an der Rezeption erklärt mir, dass es sich hierbei um das sogenannte “Wunnamurra Gorge” handelt. Das Wasser würde aufgrund der trockenen Witterung momentan nicht so stark fließen, doch es gäbe wundervolle Felsmalereien zu bestaunen dort. Sie spricht aber auch eine Warnung vor der Strecke bis zu dem Gorge aus. Wir müssten äußerst langsam fahren, da die Straßenverhältnisse nicht die besten seien. Den Ratschlag befolgen wir. Das heißt, uns bleibt gar keine andere Wahl. Die Dame hat keineswegs untertrieben mit der Behauptung, dass die Straßenverhältnisse schlecht seien. Oftmals grübelten wir, ob wir uns überhaupt noch auf der sogenannten “Straße” befinden, oder ob wir längst vom Weg abgekommen sind. Der Weg ist nicht nur holprig, er versetzt uns teilweise in eine derartige Schräglage, dass wir befürchten umzukippen. Und der Weg zieht sich. Sind wir noch richtig? Sollten wir nicht längst am Ziel sein? Hätten wir vielleicht doch anders fahren müssen? All diese Fragen stellen wir uns, bis wir an eine Stelle kommen, die möglicher Weise der angekündigte “Parkplatz” sein könnte. Zumindest ist die Stelle etwas breiter als der Weg zuvor. Zu Fuss marschieren wir weiter unserem Ziel entgegen. Gerade als uns der Mut verlassen will, hören wir ein Rauschen. Der Wasserfall. Und dann stehen wir vor dem Gorge mit seiner urzeitlich anmutenden Fauna und türkisblauem, klaren Wasser. Was für eine Schönheit. Wir steigen die Metallleitern herab und klettern die Felsen hinunter bis zum Wasser. Übervorsichtig wie ich einmal bin überlege ich noch eine Weile, doch die Hitze und die Wohltat des kalten Wassers, das meine Knöchel umspült, lassen mir keine andere Wahl als in dieser paradisischen Oase zu schwimmen. Es ist traumhaft. Ein kleines Paradies nur für uns.

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Am Wegesrand der 30 km von der Gibb River Road gelegenen Mount Elizabeth Station.

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Wunnamurra Gorge | Mount Elizabeth Station

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Abendstimmung am Hann River Gorge | Mount Elizabeth Station. Das Erkunden der Gorges ist ein idealer Ausgleich zu der Fahrt auf der holprigen Gibb River Road. Nach dem ohrenbetäubenden Krach, der durch die Waschbrettpisten verursacht wird, weiß man die Stille erst richtig zu schätzen.

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Die kleine Chloe. So haben Kinder auf dem Campingplatz der Mount Elizabeth Station das neugierige Wallaby getauft, das ab und an bei den Campern vorbei schaut und sich dabei auch streicheln lässt.

 

PERLENSTADT

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Cable Beach in Broome

Wir würden gerne länger bleiben. In der Pilbara Region haben Geologen anhand der 3,52 Milliarden Jahre alten Mineralien das älteste Festland unseres Planetens nachgewiesen. Die bizaren Formen und die Farbenvielfalt der karminroten Felsen, die von Reichtum an Eisenerz zeugen, faszinieren uns sehr und wir können uns nur schwer loseisen. Wir folgen der von Spinifex-Gras und Termitenhügeln gesäumten, wüstenähnlichen Landschaft Richtung Norden. Unser nächstes Ziel ist die Hafenstadt Portheadland. Dort angekommen, wünschen wir uns einmal mehr zurück in die urzeitliche Landschaft, die wir zuvor erkunden durften. Port Headland ist aus einer Mienenstadt entstanden und bietet nicht wirklich Anreiz dort zu verweilen. Wir nutzen lediglich die Gelegenheit, um unseren Lebensmittelvorrat wieder aufzustocken und setzen unseren Weg dann fort. Beide haben wir den Eindruck, dass in dieser Stadt gewisse Spannungen wahrnehmbar sind. So setzen wir die Reise Richtung Broome fort. Eine lange Reise.

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Das “Sun Pictures” ist das weltweit älteste Kino,  das heute noch in Betrieb ist.

Die Stadt Broome war einst bekannt als die “Perlenhauptstadt der Südhalbkugel” und was andernorts als `Goldrausch´bezeichnet wurde, war hier die Besessenheit, die schönsten und größten Perlen zu finden. Zahlreiche neue Siedler wurden mit der Aussicht auf Arbeit auf einem Perlen-Lugger nach Australien gelockt. Der Japanische Friedhof zeigt, dass dies keine leichten Aufgaben waren, die die Perlentaucher erbringen mussten. Das Aufkommen von Kunst- und Zuchtperlen stürzte die Region in die Kriese und Broome hatte wirtschaftlich keine Bedeutung mehr. Im 2. Weltkrieg setzte ein Bombenangriff der Stadt zusätzlich zu. Heute ist die Perlenindustrie in kleinerem Ausmaß zurück gekehrt.

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Broome hat einiges an Freizeitaktivitäten zu bieten. Besonders bekannt ist der Cable Beach. Den ungewöhnlichen Namen trägt er, da die ehemaligen Telegraphenleitungen zwischen Broome und der Insel Java hier entlang führten. Der weiße Sand des Strands bildet einen unwirklich erscheinenden Kontrast zu der vorherschenden Farbe des Bodens: Einem tiefen Rot. Bei um die 40°C schließen wir unser einer Kamelsafari entlang des endlos erscheinenden Strands. In meiner Erinnerung ist ein Ritt auf einem Kamel sehr holprig und nicht wirklich zu genießen. So bin ich recht postitiv überrascht, dass der Ritt sich doch weit angenehmer gestaltet, als erwartet. Sicher würde ich ein Pferd für einen Ausritt noch immer bevorzugen. Aber auf diesem hochbeinigen Tier dem Sonnenuntergang entgegen zu reiten, hat durchaus seinen Reiz. Der Cable Beach ist zu bestimmten Zeiten mit Fahrzeugen mit Allradantrieb befahrbar. Erschöpft von dem Ritt in der Hitze und den weiteren Erkundungstouren durch die Stadt, lassen wir den Tag entspannt bei einem Picknik am Strand ausklingen und wir warten, bis die spektakuläre rote Sonne in das Meer eintaucht und versinkt.

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HINTERLAND

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Wenn man eine Reise tut, so trifft man von Zeit zu Zeit auf Gleichgesinnte. Man tauscht sich aus über die Reisepläne und gibt, bzw. erhält auch gerne die ein oder andere Empfehlung. So geschehen ist uns das in der Shark Bay Region beispielsweise. Eine Amerikanerin schwärmte uns dort so vor von einer Übernachtungsmöglichkeit namens Bullarra Station, dass wir diese Unterkunft in unserer Reiseplanung mit berücksichtigen. Erst spät in der Nacht erreichen wir unser Ziel. Gerade noch wundern wir uns, wer denn hier große Steine auf die Zufahrtsstraße der Ranch gelegt hat, da sehen wir, dass der vermeintliche Stein bei genauerer Betrachtung mit den Ohren wackelt. Die farblich der roten Erde angepassten Kühe sehen liegend in der Dunkelheit durch ihre Silhouette wirklich ein wenig aus wie ein Stein. Tatsächlich ist der Hof so spät abends noch belebt. Nach dem wir uns angemeldet haben, verweilen wir noch eine Weile mit Reisenden aus Südaustralien in der Küche. Doch dann gehen wir zu Bett. Wie schön es ist, auf dem Autodach zu schlafen. Über uns dieser gigantische Mond, der auf dem Rücken liegt und millionen von Sterne, die mitten im Nirgendwo und ohne all die künstliche Beleuchtung so viel größer und klarer erscheinen. Nur wir, die warme Nachtluft und dieser beeindruckende Sternenhimmel.

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Tags darauf sehen wir uns erst eimal um auf der Station. Wir beginnen den Tag so, wie unsere amerikanische Bekannte es uns empfohlen hat: Mit Kaffee und frisch gebackenen Scones mit Marmelade und Sahne. Wir bewundern, mit wie viel Liebe zum Detail alles hier gestaltet wurde. Auf einem alten Herd neben unserem Tisch steht ein großer Strauß mit Wildblumen und überall auf dem Gelände sind nette, handwerkliche Spielereien zu finden. Wir werden sehr aufmerksam umsorgt und können unseren Aufenthalt in vollen Zügen genießen. An unser Frühstück schließen wir noch einen kleinen Spaziergang an. Wir wandern über den von der Sonne verbrannten, roten Boden und sehen neben den Rindern und Pferden unterschiedliche Vögel wie Corellas und winzige Finken, die durch die trockenen Büsche huschen. Mein Opa hat Vögel gezüchtet, als ich noch klein war und sie haben mich immer schon fasziniert. Ich bin mir sicher, dass auch er begeistert gewesen wäre, wenn er seine geliebten Nymphensittiche in freier Natur hätte bewundern können.

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SCHLÜSSELSZENEN

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Wir kommen an in Exmouth. Trotz der Wärme weht der Wind weht uns nur so um die Ohren. Unsere erste Anlaufstelle ist der Cape Range National Park. Der Standabschnitt Lakeside soll sich hier besonders eignen, um dort zu schnorcheln. Das möchten wir natürlich ausprobieren. Wie es durch den Wind schon fast zu erwarten war, ist der Wellengang relativ stark. Max stürzt sich auch sogleich mitsamt seiner Schnorchelausrüstung in das Wasser. Skeptisch sehe ich mir das Geschehen erst einmal vom Strand aus an. Als wir am Vortag in der Coral Bay geschnorchelt sind, war das Wasser ruhig und. Doch der starke Wind und die Wellen erschweren unser Vorhaben und wenn man mehr damit beschäftigt ist, zu kontrollieren, dass kein Wasser in den Schnorchel gerät und einem dadurch die Luft raubt, so lässt sich die Unterwasserwelt auch nicht wirklich genießen. Kurzum: Wir kapitulieren. Anstatt zu schnorcheln, aalen wir uns am Strand in der Sonne. Und was das für ein Strand ist. Der Sand auf den Dünen ist ganz weiß und bildet einen so schönen Kontrast zu den intensiven Blautönen des Meeres.

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Traumstrand Lakeside

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Das Wrack der SS Mildura ist vom Strand etwa 20 km nördlich von Exmouth aus sichtbar. Von Schnorchelexkursionen wird in dem Bereich aber abgeraten, weil sich hier auch gern Haie tummeln. Und zwar nicht nur der Riffhai. Die Mildura sollte Rinder von den Kimbery´s Richtung Süden bringen. Durch einen Cyclon lief das Schiff jedoch auf Grund. Während die Crew gerettet wurde, überließ man die Rinder ihrem Schicksal.

Und als wir unsere Erkundungstour durch den Nationalpark dann fortsetzen wollen, geschieht es. Die Erkenntnis, dass der Autoschlüssel verschwunden ist, trifft uns wie ein Schlag. Auch die Suche am Strand bleibt erfolglos. Einen Ersatzschlüssel haben wir nicht. Zwar sind die vorderen Türen offen, doch das hilft uns jetzt auch nicht weiter. Durch das windige Wetter hat es nicht allzu viele Besucher nach Lakeside verschlagen. Neben uns hält sich nur noch ein weiteres Pärchen am Strand auf. Sie kommen aus der Bretagne und sprechen nur wenig Englisch. Doch wir können uns in soweit verständigen, dass sie uns mitnehmen in das Zentrum von Exmouth. Diese etwa 50 km ziehen sich ewig hin und es gilt, erst einmal das Gedankenwirrwarr im Kopf zu ordnen. Unser Fazit ist, dass wir zwangsläufig erst einmal vor Ort bleiben müssen, bis ein Ersatzschlüssel organisiert ist, die Parkranger müssen informiert werden, dass nicht am Ende noch unser Auto abgeschleppt wird und  wir benötigen ein Quartier in Exmouth.

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Campingplatz-Romantik

Den nächsten Tag widmen wir all diesen Organisationen. Jetz heißt es warten. Warten bis der Ersatzschlüssel eintrifft. Dieser befindet sich in Brisbane, an der Ostküste des Landes. Ich kann mir nur sehr schwer vorstellen, dass der Schlüssel schon in zwei Tagen eintreffen soll. Den dritten Tag, den wir in Exmouth verbingen, beschließen wir dann, das Bestmögliche aus der Situation zu machen. Max´ Traum ist es, mit einem Walhai zu schwimmen. Gut, meiner ist es nun nicht unbedingt. Viel zu viel Respekt habe ich vor deren Größe und weit kleinere Tiere können schon enormen Schaden anrichten. Nicht, dass ich den Walhaien unterstellen möchte, sie wären angriffslustig. Das nicht. Ich denke nur, dass es auch bei der Spezies tollpatschige Exemplare geben kann und da wäre ich dann ungerne zur falschen Zeit am falschen Ort. Wir einigen uns daruf, uns einer Tour im Glasbodenboot anzuschließen. Das Kompetente Team der Ningaloo Ecology Cruises nimmt uns mit hinaus in das große Blau. Wir sehen jahrhunderte alte Korallen, sogenannte “Bommies” die so groß sind, dass sie nur knapp unterhalb des Meeresspiegels liegen, eine vielzahl von Fischen und auch eine Schildkröte kreuzt unsere Wasserwege. Bei einem Schnorchelgang können wir uns all da noch einmal genauer ansehen. Leider ist es immer noch recht windig und der Seegang entsprechend. Trotzdem ist diese Unterwasserwelt sehr faszinierend. Etwas enttäuscht bin ich allerdings, weil das Riff bei weitem nicht die Farbintensität des Great Barriere Riffs aufweist. Alek, unser Bootsführer erklärt, dass es sich bei dem Riff auf der Westseite Australiens um ein suptropisches, nicht um ein tropisches Riff wie das der Ostküste handelt. Da sind die Farben einfach nicht ganz so leuchtend. Beeindruckend ist es- so oder so. Auf der Rückfahrt mit dem Bus machen wir noch einen Abstecher auf der Anhöhe, auf dem der Vlamingh Head Leuchtturm steht. Von hier aus hat man eine herrliche Sicht über die ganze Region.

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Vlamingh Head Lighthouse

Auch am Abend stechen wir wieder in See. Diesmal möchten wir uns das Treiben der Buckelwale zum Sonnenuntergang ansehen. Bei einem Glas Wein und Fingerfood genießen wir das Spektakel, das die übermütigen Kolosse dort  im Meer vorführen. Hauptsächlich die übermütigen Jungtiere springen immer wieder in die Höhe und lassen sich zurück in das Wasser platschen. Ich hätte damit gerechnet irgendwo in weiter Ferne vielleicht einen Wal zu sehen, doch mit dieser Vielzahl habe ich ganz und gar nicht gerechnet. Immer wieder und in allen Richtungen schießen sie empor und mir kommt es vor, als würden sie regelrecht Theater für uns spielen. Und was für eine beeindruckende Vorstellung da geboten wird.

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Nach diesem wundervollen Abend werden wir aber wieder auf den Boden der Realität geholt. Unser Ersatzschlüssel trifft nicht ein und wir bezweifeln stark, ob er überhaupt verschickt wurde. Gerade, als ich dabei war die Hoffnung zu verlieren, da kam die frohe Botschaft. Unser Schlüssel wurde gefunden! Der Finder hat ihn irgendwo am Strand entdeckt und ihn im Handschuhfach hinterlegt. Uns fällt ein Stein vom Herzen. Sofort organisieren wir einen Mietwagen, mit dem wir in den Cape Range National Park fahren um unser Auto abzuholen. Der Weg dort hin ist malerisch. In der Abendstimmung säumen Wallabies unsere Wege und die untergehende Sonne taucht die Landschaft in einen warmen Orangeton. Das Auto steht noch genau so da, wie wir es verlassen haben. Das finde ich so beeindruckend an Autralien. Wohin man auch kommt, trifft man auf aufrichtige, hilfsbereite Menschen, die uns wildfremden Menschen helfen, wo sie nur können. Vielleicht ist das die Moral dieser Geschichte.

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Überall im Ort stehen Verkehrsschilder, die mittels Emu-Piktogrammen vor den großen Vögeln warnen, die immer wieder mal die Straßen und Vorgärten unsicher machen.

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Emus sind nicht die einzigen Vögel ohne Scheu. Auch der Rosakakadu, genannt Galah, bleibt bei der Anwesenheit von Zweibeinern entspannt und lässt sich gut beobachen.

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Kängurus in der Abendstimmung

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Jurabi Turtle Centre. Hier lassen sich Meeresschildkröten bei der Eiablage finden, wenn man zur rechten Zeit am rechten Ort ist.

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MEERESGEYSIRE

mia_und_ich_ontheroad_westaustralien_blog_reise_travelIMG_5257Was bei einem Roadtrip durch Australien in Kauf genommen werden muss, sind die gewaltigen Entfernungen, die gut und gerne endlos erscheinen. So ergeht es uns bei der Strecke zwischen der Shark Bay Region und dem Ort Carnarvon. Die Straße zieht sich hier oft schnurgerade durch die Landschaft und scheint in der etwas trostlosen Landschaft nahezu unendlich. Interessant ist allerdings, wie häufig sich die Vegetation innerhalb der Strecke verändert. Der Boden um Carnarvon ist sehr fruchtbar und so ist es nicht erstaunlich, dass dort eine große Vielfalt an Obst angebaut wird. Natürlich musste ich das testen und ich bin begeistert. Mein Testobjekt ist die in Australien gezüchtete Apfelsorte namens `Bravo´. Schon als Kind war habe ich die `Roten Delicious´Äpfel aus Opa´s Garten geliebt und die Sorte`Bravo´ toppt ihn sogar noch mit seiner dunkelroten Schale und dem sehr hellen, fast schon weißen Fruchtfleich. Dabei geht es mir natürlich nicht um die Äußerlichkeiten. Der Geschmack ist einfach unbeschreiblich. Er schmeckt förmlich von der Sonne geküsst und die knackige, saftige Konsistenz ergänzt dies wunderbar. In Carnarvon habe ich also meine neue liebste Apfelsorte gefunden. Doch ansonsten sehen wir nicht viel davon, denn wir verbringen hier nur die Nacht und setzen unsere Reise am Morgen fort.

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Unser Weg führt uns durch die Schaffarm in Quobba. Dort erwartet uns das Naturschauspiel der Blowholes. In Höhlen, welche sich in den Klippen befinden, sammelt sich Wasser und wird je nach Wasserstand und Wellenbewegung nach oben gedrückt. Wir hatten Glück und konnten diese Meeresgeysire in voller Aktion bewundern. Zahlreiche Lebewesen wie Krebse und kleine Fische finden in den ausgeschwemmten Felsen, die oft wie eine bizarre, ausserirdische Landschaft erscheint, ihre Heimat.

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Die bizarr ausgewaschenen Felsen erscheinen wie eine Landschaft eines andern Planeten.

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Erst am späten Nachmittag erreichen wir Coral Bay. Immer wieder ist es interessant, wenn man stundenlang nichts und niemanden ausser ein paar vereinzelten Autofahrern sieht, in Ballungsgebiete gelangt. Nur diesmal sind wir besonders überrascht über den Andrang. Wohin man auch blickt schlendern überall entpannt junge Menschen umher, Musik schallt über den Strand und einige Leute machen es sich bereits auf einer Decke mit einer Flasche Wein gemütlich und fiebern dem Sonnenuntergang entgegen. Wir sind total ermüdet und verschwitzt von der Fahrt. So springen wir sofort bewaffnet mit Schnorchelausrüstung ins Wasser um uns zu erfrischen. Was wir dort erleben, versetzt uns abermals in Staunen. Denn sofort befinden wir uns mitten im Riff und eine Vielzahl unterschiedlicher Fische tummelt sich um uns herum. Wir hören leise Knuspergeräusche und sehen, dass einige Papageienfische an Korallen knabbern. Die Zeit vergeht rasend schnell und wir würden diese fabelhafte Unterwasserwelt am liebsten gar nicht mehr verlassen. Die Abendfrische zwingt uns dann aber doch dazu. Frierend in Handtücher eingehüllt warten dann auch wir auf den großen, pastellfarbenen Ball, der in das Meer eintaucht und den Tag beendet.

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BUCHT DER HAIE

Fast 600 km von unserem Ausgansort Perth entfernt erreichen wir Kalbarri. Wie so viele Regionen Australiens ist der Ort nur spärlich besidelt und lebt hauptsächlich vom Tourismus. Von den im Sommer oft erreichten 40°C bemerken wir recht wenig. Es ist nasskalt, seltsam schwül und regnet immer wieder mal . Trotzdem sind wir fasziniert von der Region. Steile Küsten und der Island Rock liegen uns zu Füßen und erinnern mich ein wenig an die Gegend rund um die Great Ocean Road. Bei unseren Erkundungen entland der gewaltigen Abründe bleibt ein etwas mulmiges Gefühl nicht aus und hält uns davon ab, zu dicht an die Gefälle heran zu treten. Überall blühen Wildblumen in der rauhen, felsigen Fauna und säumen unseren Weg ebenso wie flinke, vorwitzige Echsen. Im Wasser- wenn man ganz genau hinsieht- springen immer wieder übermütige Wale empor und landen mit gewaltigen Bauchplatschern im Meer.

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Auch das Rainbow Valley kommt mir bekannt vor- zumindest was den Namen betrifft. Denn auch auf meiner ersten Reise durch das Zentrum Australiens begegnete uns ein gleichnamiges Naturwunder. Das westaustralische Rainbow Valley erstreckt sich jedoch nicht inmitten von rotem Wüstensand, sondern ist an der Küste des Indischen Ozeans gelegen. Keineswegs ist es jedoch weniger beeindruckend. Ein Rundweg lässt uns eintauchen in eine völlig andere Welt. Verschiedenfarbige Gesteinsschichten haben sich im Laufe der vielen Jahre und durch die Einwirkung des Meerwassers formiert zu spektakulären, marmorierten Kunstwerken. Fast könnte ich vergessen, dass ich mich noch auf der Erde aufhalte und nicht eien fremden Planeten erkunde. Die Schattierungen von bald weißem Gestein überlagern sich mit tiefrotem, eisenhaltigen, um plötzlich in tief schwarzes überzugehen. Das kristallklare Wasser ist Heimat farbenfroher Krebse, die sich in den Aushöhlungen des ausgewaschenen Gesteins niedergelassen haben. Immer wieder verliebe ich mich aufs Neue in dieses wilde Land und seine weitgehend unberührte Natur.

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Tags darauf erkunden wir die Kolonie von Stromatoliten in Hamlilton Pool. Was das ist? Darauf bin ich in meinem Beitrag über CERVANTES eingegangen. Besonders beeindruckend neben dem Rainbow Valley finde ich den Shell Beach. Er erstreckt sich 10 km enlan der Shark Bay Region. Er besteht aus einer bis zu 10 m dicken Schicht aus Milliarden von Herzmuscheln. Durch Witterungseinflüsse wurde Kalziumkarbonat aus den Schalen herausgelöst und verband sich zu einem zementartigen Material. Bis in die 1950er Jahre wurde dieser Stoff wie in einem Bergwerk abgebaut und beispielsweise für den Bau der Kirche in Denham benutzt. Heute zählt die Shark Bay Region zum UNESCO Weltkulturerbe. Grund dafür ist die Vielfalt der dort lebenden Tierarten. Wie der Name schon vermuten lässt, ist Shark Bay Heimat zahlreicher Haiarten und das größte Aufkommen von Tigerhaien ist hier zu finden. Delfine, Gabelschwanzseekühe, Meeresschildkröten, Seeschlangen und Rochen sind ebenfalls hier beheimatet. Der Eagle Buff Aussichtspunkt erweist sich für die, die ganz genau hinsehen und bestenfalls mit einem Fernglas bewaffnet sind als wahrer Segen für Entdecker.

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Der bekannteste Ort der Region ist wohl Monkey Mia. Über die Jahre wurden die neugierigen Delfine durch Angler in der Bucht angezogen. Immer wieder fielen Fischabfälle oder für den Fang zu klein geratene Fische den gefräßigen Meeressäugern zu. Zwischenzeitlich haben sie abnorme Verhaltensformen entwickelt. Um die Fütterung zu kontrollieren und die Tiere zu erforschen hat sich eine Forschungsstation angesiedelt. Die Tiere werden zur Unterhaltung der Touristen angelockt und einige Daten und Fakten werden den Zuschauern erklärt. Aber ehrlich gesagt sind mir solche Veranstaltungen zuwider. Es wird viel Wirbel um nichts gemacht. Inmitten der Menschenmassen kann man die Delfine aus großer Entfernung auch nur erahnen. Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin absoluter Gegner von Tiershows. Aber der hohe Eintrittspreis ist für das Angebot einfach utopisch. Fern ab von all dem Trubel und den hysterischen Touristen auf der krampfhaften Suche nach dem perfekten Fotomotiv, haben wir aber doch noch eine zufällige Begegnung mit einem Delfin. Ganz plötzlich taucht eine Rückenflosse direkt neben uns auf. Er folgt uns ein paar Meter. Dann ist er verschwunden. Eine kleine Geste für den Delfin. Ein perfekter Ausklang des Tages für uns.

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