ROSENGARTEN

mia_und_ich_mode_blog_lifestyle_rosen_garten_vintage_dresden_cantoier_newlookRosen. Sie scheinen mich auf meinen Wegen zu verfolgen. Geboren in Rosenheim, aufgewachsen im Rosenweg und selbstverständlich auch mit üppig blühenden roten Kletterrosen im Garten hat mich die Königin der Blumen mich von Anfang an begleitet. Ganz besonderen Rosen statten wir heute einen Besuch ab. Am Dresdner Carusufer gelegen finden wir den Rosengarten vor, der in der Zeit um 1935 entstanden ist. Beim Betreten des Gartens fühle ich mich sogleich in eine andere Zeit zurück versetzt.

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Das liegt mitunter natürlich auch an meinem Vintage-Kleid, das ursprüng aus Schweden stammt und wohl um 1950 hergestellt wurde. Der schwere Jacquard-Stoff ist kein Vergleich mit den Stoffen, die für die heutigen Kleider im Retro-Look verwendet werden. Es entstammt einer Zeit, in der die Menschen wenig Besitztümer hatten, vom Krieg gezeichnet waren und doch wesentlich mehr auf Qualität bei der Herstellung geachtet haben als es heute der Fall ist. Mein Kleid ergänze ich durch einen flachen Canotier-Hut mit Rosenprint. Hergestellt wurde er aus Stroh und Holz. Ein kleines bisschen fühle ich mich wie zurück versetzt in die Zeit um 1954, als Audrey Hepburn in ihrer Rolle als “Sabrina”, in der sie  in Kreationen von Hubert de Givenchy über den Bildschirm flanierte. Der “New Look” von Christian Dior bestimmte damals die Modewelt und führte dazu, dass ungeheuere Massen an Stoff in die Rockteile der Kleider verarbeitet wurden. Die von Givenchy entworfene Gaderobe Audrey Hepburns stand dem in nichts nach und zeichnete sich aus durch die Sanduhr-Silhouette, erzeugt durch weit schwingende Rockteile im Kontrast zu eng anliegenden Oberteilen.

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Quand il me prend dans ses bras
Il me parle tout bas
Je vois la vie en rose

– Edith Piaf –

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Zurück zu dem Rosengarten. Die Bronzeplastiken “Die Genesung” und zwei Bären ebenfalls aus Bronze setzen künstlerische Aspekte.  Ich schlendere hindurch durch Beete mit Rosen, die teilweise seit der Gründung des Gartens dort wachsen. Insgesamt sind etwa 120 ausgewählte Rosensorten hier zu finden und stammen hauptsächlich aus den 1930er Jahren. Neben den historischen Rosen und den ergänzten Züchtungen aus den Zeiten der DDR befindet sich in einer Querachse ein Rittersporn-Garten, dessen Blaunuancen mich schlichtweg faszinieren. Im Ohr habe ich “La vie en Rose”, das Lied, das Audrey alias Sabrina im Film singt. Der Nachmittag endet im Café Rosengarten bei einem Milchshake. Natürlich mit Roseneis.

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Hat: ELIURPI | Dress: Vintage | Shoes: Roger Vivier | Purse: Vintage | Belt: Vintage (Markennennung)

DAS KAISERLICHE BAD

Wieder ist ein Jahr vorbei. Im April wiederholt sich unser Jahrestag bereits zum 6. Mal und so stehe ich abermals vor der Frage: “Was soll ich ihm schenken?” Etwas materielles? Wenn ich dann die Wunschliste meines Freundes durchgehe, merke ich schnell, dass das wenig romantische Geschenke werden würden, sondern eher praktische. Also finde ich es schöner ein Geschenk zu machen, bei dem man etwas Zeit zu zweit verbringen kann. Und gemeinsame Erlebnisse verbinden. So habe ich mir überlegt, dass wir ja mal dieses “Wellness-Ding” ausprobieren könnten, von dem alle so schwärmen. Direkt im Anschluss an die Tage in Venedig war das auch wirklich eine gute Idee, um uns von den zahlreichen Erkundungstouren durch die Stadt ein wenig zu erholen und die schmerzenden Füße zu kurieren.

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Auch wenn Wellness gerade erscheint wie eine Erfindung der Neuzeit geht dieser Badekult doch weit zurück in die Zeit um 2.500 v. Chr. in die Kultur der Indus. Es muss damals schon Badeanlagen gegeben haben, die wohl nicht nur der Reinigung, sondern auch dem Vergnügen gedient haben sollen. Das Antike Griechenland und später das Antike Rom war ebenfalls bekannt dafür, dass des Körperbewusstsein dort schon weit verbreitet gewesen sein muss. Es gab nicht nur Badeanstalten für die Allgemeinheit, sondern auch in Privatäusern muss es Wannen und Waschbecken gegeben haben. Die Badeanlagen ließen sich bereits temperieren und man erkannte die jeweiligen Vor- und Nachteile des Badens in warmem oder kaltem Wasser. Im europäischen Raum geriet Körperhygiene zur Zeit des Mittelalters bekanntlich wieder völlig in Vergessenheit, was Krankheiten und Seuchen zur Folge hatte. Erst durch Kreuzfahrer wurde die Badekultur neu entdeckt in den islamischen Ländern. Zahlreiche Maler haben sich dadurch inspirieren lassen.

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Aber erst einmal zurück in das Hier und Heute. Kössen in Österreich ist Schifahrern sicher am ehesten ein Begriff. Doch uns verschlägt es dort bei sommerlich warmen Temperaturen und strahlendem Sonnenschein hin. Und wir staunen nicht schlecht, denn uns erwartet ein regelrechter Palast, der die kommenden Tage unsere Bleibe sein wird. Die goldenen Kuppeln reflektieren die Sonne und lässt das ganze Anwesen noch prunkvoller erscheinen. Auch das Interieur in unserem Chalet ist sehr geschmackvoll gewählt und verbindet neue Elemente mit Traditionellem, wie beispielsweise der Verwendung von Zirbenholz. Die Zirbe wächst nur im Hochgebirge und sondert einen ganz besonderen Geruch ab. Bei Interesse an diesem Gehölz kann ich den Zirbenweg auf dem Patscherkofel ans Herz legen. An der Wand unseres Zimmers hängt über dem schlichten Sofa ein nostalgisches Bild einer Trachtlerin, das natürlich wunderbar in diese Alpenregion passt.

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Wir durchwandern während unseres Aufenthalts allerdings viele Themenbereiche und glatt könnten wir vergessen, dass wir in uns nicht im fernen Marrakesch, sondern im ländlichen Österreich befinden. Um dem herrlichen Wetter zu fröhnen, gibt es einen groß angelegen Außenbereich  mit mehreren Bade- und Liegemöglichkeiten. Ansonsten hat es mir vor allem das schön gestaltete Becken angetan, über dem sich eine Metalltreppe hoch zu einem Liegebereich windet, das Dampfbad, in dem es nach Blüten duftet und die Infarotkabine, bei der sich die Bestrahlung hauptsächlich auf die Wirbelsäule konzentriert. Unser Mittagessen genießen wir auf der Terasse mit Blick in die Bergkulisse, während nebenan einige Haflinger gemütlich grasen. Selten haben wir ein so gut organisiertes Team an Personal erlebt wie hier. Das Abendessen war perfekt nach saisonalen Gesichtspunkten abgestimmt und das Frühstücksbuffet mit frischem Obst und Honig aus der Wabe ließ ebenfalls keine Wünsche offen.

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Unser Fazit ist, dass es uns sicher wieder einmal in diese schöne Gegend ziehen wird um zu Wandern oder auch an den nahe gelegenen Walchsee. Jetzt wird es erst einmal schwer, sich nach all dem Gesehenen und Erlebtem in Venedig und der vollkommenen Entspannung im Kaiserwinkl, sich wieder in den Alltag einzufinden.

 

INSPIRATION:

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Jean Léon Gérôme | Femmes au bain
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John Reinhard Weguelin | Reflection

CIAO, VENEZIA

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Wir waren gerade 18 Jahre alt und zumindest für mich war es mein erster Urlaub ohne meine Eltern. Die meisten Urlaube hatten wir bislang eher in Ungarn oder im hohen Norden, in Dänemark verbracht. So hatte ich noch nicht viel gesehen von Italien. Also habe ich mich damals zusammen mit drei Freundinnen in den Tren Italia gesetzt auf der Suche nach neuen Abenteuern. Zugegeben- Venedig ist vielleicht nicht die erste Wahl, wenn man auf der Suche nach Unterhaltung ist und abends feiern gehen möchte. Das wurde uns schnell bewusst. Dennoch hatten wir so viel Spaß in unserem jugendlichen Leichtsinn, dass es völlig egal war, wo wir uns aufhalten. Es war und bleibt ein unvergesslicher Urlaub und es zaubert mir immer wieder ein Lächeln auf die Lippen, wenn ich in alten Fotoalben stöbere.

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Viele Jahre sind seit dem vergangen seit dem ersten Mal in Venedig. Nun zieht es mich wieder dort hin. Diesmal ohne die Mädels, dafür mit meiner besseren Hälfte. Und diesmal denke ich haben wir unser Reiseziel ganz gut gewählt, denn Venedig ist für mich bislang eine der romantischsten Städte. Hier möchte ich meine absoluten Highlights der Stadt zusammenfassen, die man sich bei einer Reise nach Venedig nicht entgehen lassen sollte.

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1. Markusplatz und Rialtobrücke  am Morgen
Wenn die Sonne aufgeht, erwacht Venedig langsam. Es lohnt sich also, sich den Wecker auf eine frühe Morgenstunde zu stellen. Das Licht der aufgehenden Sonne färbt die Stadt in einen warmen Goldton und die Orte, an denen tagsüber Schlangen von Menschen auf Einlass warten sind weitestgehend menschenleer. Nur die Venizianer auf dem Weg zur Arbeit kreuzen unseren Weg. Dies ist nicht nur ein idealer Zeitpunkt, um Fotos zu schießen sondern auch um ein entschleunigtes Venedig kennen zu lernen

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2. Canale Grande
Nichts ist so typisch für Venedig wie seine Wasserstraßen. Die ersten Gondeln kamen wohl im 11. Jahrhundert auf. Sie sind etwa 1,5 m breit und können bis zu 11 m lang sein. Natürlich sind sie heute nicht mehr zeitgemäß und wurden durch Motorboote ersetzt. Leider richten diese großen Schaden an den historischen Gebäuden durch die Bugwellen an, die sie verursachen. Die Tradition des Gondelbaus bleibt den Venezianern jedoch erhalten, auch wenn sie lediglich zur Pflege von Traditionen und als Anziehungmagnet für Touristen dient. Die Gondeln werden in kleien Werkstätten gefertigt wie der am Squero di San Trovaso. Dort kann man mit etwas Glück den Gondelbauern zusehen, wie sie ihr Handwerk so ausüben, wie es schon ihre Ahnen vor hunderten von Jahren getan haben.

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Ein weiteres Highlight entlang den Wasserstraßen ist das Ca ´Tron, ein Gebäude, welches nach der venezianischen Patrizierfamilie benannt wurde, die dort einst gelebt hat. Das Ca´Tron war zu früheren Zeiten Dreh- und Angelpunkt großer Berühmtheiten, die dort als Gäste der Familie verkehrt hatten. Heute ist das Gebäude im Besitz der venezianischen Universität der Architektur. Neben dem Garten bietet der lichtdurchflutete Palast noch weitere prunkvolle Sehenswürdigkeiten verborgen im Inneren. Und vom Balkon aus hat man einen atemberaubenden Blick über den Canale Grande.

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3. Handwerkskünste bewundern
Für Liebhaber von Handwerk kann ich eine Bootsfahrt zu den nahegelegenen Inseln empfehlen. Murano ist weltweit bekannt für sein kunstvoll verarbeitetes Glas. Das erste Glas in Venedig wurde vor dem Jahr 1.000 nach Christus hergestellt und ist bis heute ein wichtiger Wirtschaftszweig der Stadt. Besonders beeindruckt waren wir von den akuraten Miniaturen von Cesare Toffolo und orientalisch anmutenden Lampen von Fortuny, in die Metalle wie sogar Gold und Platin eingearbeitet werden.

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Burano zeichnet neben der seit dem 16. Jahrhundert angewandten, aufwendigen Spitzenstickerei, der Nadelspitzen-Technik Reticella, vor allem die Farbgebung der Häuser aus.

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4. Nicht vom Schein trügen lassen
Venedig war einst eine florierende Handelsstadt und Umschlagplatz für Waren aus aller Welt. Davon zeugen bis heute die herrschaftlichen Paläste. Diese Schätze sind oft nicht auf den ersten Blick ersichtlich. So ein Fall ist wohl die Kirche San Pantalon im Stadtteil Dorsoduro. Gegen die zahlreichen, reich mit Ornamenten ausgeschmückten Fassaden geht die relativ schlichte Außengestaltung dieser Kirche etwas unter. Im Inneren befindet sich jedoch eines der größten Leinwandgemälde der Welt. Das Deckengemälde von Gian Antonio Fumiani, das das Martyrium und die Apotheose des Namenspatrons darstellt. Es besteht aus 40 einzelnen, aneinander gefügten Leinwänden und ist für den Betrachter schlichtweg atemberaubend in der perspektivischen Darstellungsweise.

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5. Verloren gehen
Ansonsten kann ich nur empfehlen, den Stadtplan zu Hause zu lassen und auf Erkundunstour zu gehen. Wer sich östlich oder nördlich der Insel fern ab von all dem Trubel aufhält, der kann das wahre Venedig erleben, in dem die Zeit irgendwann stehen geblieben ist. Bei einem spritz all’aperol lässt sich so ein Tag in Venedig am besten ausklingen.

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ZURÜCK IM SATTEL

Die Dior Saddle Bag ist zurück. Meine erste Begegnung mit diesem Taschenmodell fand vor mehr als zehn Jahren statt.  Als Pferdeliebhaberin und Reiterin hat mich die Form und die verspielten Details natürlich sofort angesprochen. Und als ich die Version mit dem pinken Logo- und Blütenprint auf weißem Leinen in einer Anzeige einer Modezeitschrift gesehen habe, war es um mich geschehen. Leider blieb es aber dabei, dass ich die Tasche als Print-Version bewundern musste, denn ich konnte sie mir damals einfach nicht leisten und ein Kauf lag in weiter Ferne.

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Die Saddle Bag wurde 1999 von John Galliano entworfen. Ihre Form ist im vorderen Bereich bauchig, verläuft schräg abgerundet nach hinten und erinnert somit- wie der Name ja auch sagt- an einen Sattel. An Stelle eines Steigbügels ist ein D aus Messing oder Edelstahl an einem schmalen Riemen befestigt. Ihren Kultstatus erlangte die Saddle Bag dann dank der Serie Sex and the City. Es ist, als wäre es erst gestern gewesen, dass Sarah Jessica Parker in ihrer Rolle als Carrie Bradshaw mit einer ihrer farbenfrohen Saddle Bags unter dem Arm durch die Straßen von New York flanierte.

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John Galliano  verließ das Haus Dior im Jahr 2011. Infolge dessen wurde auch die Produktion dieser Tasche eingestellt. Unter der derzeitigen Chefdesignerin Maria Grazia Chiuri wird dieser Taschenform nun neues Leben eingehaucht und sie feierte ihr Comeback in der Herbst-/ Winterkollektion. Die schlichte Variante im Monogramm-Design ist fast identisch mit ihren Vorgängern. Passend zu der Kollektion, die an die Studentenproteste in den 1968er Jahren erinnert, erscheint die Saddle Bag reich bestickt mit ethnischen Mustern, breiten Schultergurten mit Fransen und folkloristischen Elementen.

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Nun haben wir also Frühling im Jahr 2018. Es ist nun schon eine Weile her, dass ich von der Saddle Bag im Flower-Diorissimo-Monogramm-Design geträumt habe und auch mein Geschmack hat sich etwas geändert. Trotzdem freue ich mich, dass ich nun endlich ein  Vintage-Modell der Saddle Bag mein eigen nennen darf. Sie durfte mich nach Bella Italia begleiten, das ist das Land, in dem sie auch hergestellt wurde. Bald werde ich mehr über die Reise nach Venedig hier berichten.

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BUCHT DER HAIE

Fast 600 km von unserem Ausgansort Perth entfernt erreichen wir Kalbarri. Wie so viele Regionen Australiens ist der Ort nur spärlich besidelt und lebt hauptsächlich vom Tourismus. Von den im Sommer oft erreichten 40°C bemerken wir recht wenig. Es ist nasskalt, seltsam schwül und regnet immer wieder mal . Trotzdem sind wir fasziniert von der Region. Steile Küsten und der Island Rock liegen uns zu Füßen und erinnern mich ein wenig an die Gegend rund um die Great Ocean Road. Bei unseren Erkundungen entland der gewaltigen Abründe bleibt ein etwas mulmiges Gefühl nicht aus und hält uns davon ab, zu dicht an die Gefälle heran zu treten. Überall blühen Wildblumen in der rauhen, felsigen Fauna und säumen unseren Weg ebenso wie flinke, vorwitzige Echsen. Im Wasser- wenn man ganz genau hinsieht- springen immer wieder übermütige Wale empor und landen mit gewaltigen Bauchplatschern im Meer.

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Auch das Rainbow Valley kommt mir bekannt vor- zumindest was den Namen betrifft. Denn auch auf meiner ersten Reise durch das Zentrum Australiens begegnete uns ein gleichnamiges Naturwunder. Das westaustralische Rainbow Valley erstreckt sich jedoch nicht inmitten von rotem Wüstensand, sondern ist an der Küste des Indischen Ozeans gelegen. Keineswegs ist es jedoch weniger beeindruckend. Ein Rundweg lässt uns eintauchen in eine völlig andere Welt. Verschiedenfarbige Gesteinsschichten haben sich im Laufe der vielen Jahre und durch die Einwirkung des Meerwassers formiert zu spektakulären, marmorierten Kunstwerken. Fast könnte ich vergessen, dass ich mich noch auf der Erde aufhalte und nicht eien fremden Planeten erkunde. Die Schattierungen von bald weißem Gestein überlagern sich mit tiefrotem, eisenhaltigen, um plötzlich in tief schwarzes überzugehen. Das kristallklare Wasser ist Heimat farbenfroher Krebse, die sich in den Aushöhlungen des ausgewaschenen Gesteins niedergelassen haben. Immer wieder verliebe ich mich aufs Neue in dieses wilde Land und seine weitgehend unberührte Natur.

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Tags darauf erkunden wir die Kolonie von Stromatoliten in Hamlilton Pool. Was das ist? Darauf bin ich in meinem Beitrag über CERVANTES eingegangen. Besonders beeindruckend neben dem Rainbow Valley finde ich den Shell Beach. Er erstreckt sich 10 km enlan der Shark Bay Region. Er besteht aus einer bis zu 10 m dicken Schicht aus Milliarden von Herzmuscheln. Durch Witterungseinflüsse wurde Kalziumkarbonat aus den Schalen herausgelöst und verband sich zu einem zementartigen Material. Bis in die 1950er Jahre wurde dieser Stoff wie in einem Bergwerk abgebaut und beispielsweise für den Bau der Kirche in Denham benutzt. Heute zählt die Shark Bay Region zum UNESCO Weltkulturerbe. Grund dafür ist die Vielfalt der dort lebenden Tierarten. Wie der Name schon vermuten lässt, ist Shark Bay Heimat zahlreicher Haiarten und das größte Aufkommen von Tigerhaien ist hier zu finden. Delfine, Gabelschwanzseekühe, Meeresschildkröten, Seeschlangen und Rochen sind ebenfalls hier beheimatet. Der Eagle Buff Aussichtspunkt erweist sich für die, die ganz genau hinsehen und bestenfalls mit einem Fernglas bewaffnet sind als wahrer Segen für Entdecker.

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Der bekannteste Ort der Region ist wohl Monkey Mia. Über die Jahre wurden die neugierigen Delfine durch Angler in der Bucht angezogen. Immer wieder fielen Fischabfälle oder für den Fang zu klein geratene Fische den gefräßigen Meeressäugern zu. Zwischenzeitlich haben sie abnorme Verhaltensformen entwickelt. Um die Fütterung zu kontrollieren und die Tiere zu erforschen hat sich eine Forschungsstation angesiedelt. Die Tiere werden zur Unterhaltung der Touristen angelockt und einige Daten und Fakten werden den Zuschauern erklärt. Aber ehrlich gesagt sind mir solche Veranstaltungen zuwider. Es wird viel Wirbel um nichts gemacht. Inmitten der Menschenmassen kann man die Delfine aus großer Entfernung auch nur erahnen. Bitte nicht falsch verstehen. Ich bin absoluter Gegner von Tiershows. Aber der hohe Eintrittspreis ist für das Angebot einfach utopisch. Fern ab von all dem Trubel und den hysterischen Touristen auf der krampfhaften Suche nach dem perfekten Fotomotiv, haben wir aber doch noch eine zufällige Begegnung mit einem Delfin. Ganz plötzlich taucht eine Rückenflosse direkt neben uns auf. Er folgt uns ein paar Meter. Dann ist er verschwunden. Eine kleine Geste für den Delfin. Ein perfekter Ausklang des Tages für uns.

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SÜNDENFÄLLE

Die Welt der Mode geht oft seltsame Wege. So begeistert ich auch oft von den kreativen Ergüssen der Designer bin, so fragwürdig erscheinen mir andere Trendbewegungen, die sich auf dem Markt etablieren. Ich habe hier die 5 Trends des Jahres 2018 zusammen getragen, die ich definitiv nicht mitmachen werde.

1. Animal Prints
Wie der Matrosen- oder der Hippie-Look sind auch sie stets present in der Welt der Mode- die Animal-Prints. Und ich bekenne mich ja auch schuldig. Im Alter von etwa 14 Jahren war ich auch hell auf begeistert von Tiger-, Leopard-, Schlangen- und natürlich nicht zu vergessen- dem Zebra-Print. Neben einem Seidenschal und Pumps in Leopardenmuster, sowie Unterwäsche im Schlangen-Look war ich zu allem Übel stolze Besitzerin eines Fake-Fur-Rocks im Zebra-Muster. Meine Mitschüler waren eher weniger angetan von diesem animalischen Look. Neben skeptischen Blicken die ich erntete, gaben sie Geräusche von sich, die wohl auch die leibhaftigen Zebras in der Savanne zu hören bekommen, wenn ich an ihnen vorüber ging. Das Fazit ist, dass ich ihn wohl nur ein einziges Mal getragen habe. Die Krönung war dann noch ein Sessel, den meine Mama mir damals mit einem Stoff im Zebramuster auf meinen Wunsch hin bezogen hat. Und heute? Animal-Prints? Nein danke. Ich hatte damals wohl schon eine Überdosis davon und habe mich einfach daran satt gesehen. Auch wenn die Modemagazine apellieren, dass Animal-Prints sich doch wunderbar zu nahezu jedem Outfit kombinieren lassen, läuft der Träger Gefahr, dass das Outfit schnell billig und eher nach einem Faschingskostüm aussieht. Details wie Fake-Fur verstärken den Eindruck noch zusätzlich. Hochwertige Materialien sollten daher oberste Priorität  haben. Trotzdem: Auch wenn ich hoffe, dass der Leoparden-Look seine neun Leben endlich hinter sich gebracht hat- er wird uns sicher weiterhin verfolgen.

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2. Tattoo-Bänder | Choker
Wahrscheinlich weil es ein weiterer Faux-Pas aus meinen Kindertagen ist, kann ich auch den Tattoo-Halsbändern nichts mehr abgewinnen. Aber seit einiger Zeit sind sie zurück und ich habe einen Moment gebraucht um zu verstehen, dass es sich nicht um alte Fotos aus den 90er Jahren handelt, sondern dass sie wieder `en vogue´ sind. Nie hätte ich für möglich gehalten, dass gerade sie ein Revival erleben. Es gab diese dehnbaren Plastikbändchen in verschiedenen Ausführungen: Für den Hals oder den Finger, mit Perlen eingeflochten oder die schlichte Variante in braun, schwarz oder regenbogenfarben. Es gab sie überall. Man konnte sie aus Kaugummiautomaten beziehen oder aus einer Extrabeigabe eines Magazins wie in meinem Fall der `Wendy´. Wie ich heute die Zeitschrift nicht mehr lesen würde, so sind auch die Tattoo-Bänder nichts mehr für mich. Ich kann meine Mama heute aber verstehen, wenn sie mir früher erzählt hat, dass das ein oder andere bereits `in´war, als sie in meinem Alter war.

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3. Plateauschuhe
Girlpower. Kreischende Teenager. 90er Jahre. Das sind meine ersten Assoziationen, wenn ich an Schuhe mit Plateauabsätzen denke. Aber natürlich reicht die Geschichte der Schuhe mit der massiven Sohle weitaus weiter zurück in der Geschichte. Bereits im Griechenland der Antike trugen adelige Menschen diese Schuhe mit erhöhten Absätzen, um ihren Rang zu demonstrieren, indem sie die Menge überragten. Desweiteren erfüllten die Schuhe mit Plateau auch einen praktischen Zweck. Die Erhöhung sollte das edle Schuhwerk vor Schmutz und Nässe schützen und breitete sich aus in asiatische, europäische und arabische Länder. In Venedig wurde eine Variante beliebt, die sich `Chopine´ nannte. Auf bis zu 70 cm hohen Absätzen feierten die feinen Damen der Gesellschaft damals auf prunkvollen Bällen. In Spanien erfreute sich eine Variante aus Kork großer Beliebtheit. Als eine weitere Gruppe von Damen, die aus Berufsgründen schon immer darauf bedacht waren sich von der Menge abzuheben und bei der Gesallschaft allgemein einen weniger guten Ruf genossen, begann sich dieses Schuhwerk zu Nutzen zu machen, geriet der Plateauschuh unter Verruf und verschwand lange von der Bildfläche. Erst Jahrhunderte später feierte er sein Comeback in den 1970er-Jahren. Auf dem Laufsteg nahm er beispielsweise bei Vivienne Westwood wieder enorme Ausmaße an und Naomi Campbell zeigte- wenn auch unbeabsichtigt- dass das Gehen mit Plateausohlen nicht immer ganz einfach ist. In meiner Schulzeit hieß es dann “Spice up your Life”- am besten immer mit klobigen Plateusohlen. Die britische Mädchengruppe `Spice Girls´ waren als das Vorbild schlechthin für die heranwachsende Generation und ein Segen für die Marketing-Welt. Unser Schuhwerk nahm in den 90ern natürlich entsprechende Formen an. Und heute meldet sich der Trend zur Plateausohle wieder zurück. Auch wenn das Gehgefühl in diesen Schuhen natürlich besser als in Highheels ist und ich durchaus mal ein Auge zudrücke bei einem leichten Plateau bei hohen Absatzschuhen, verweigere ich mich diesem Trend. Zumindest was eine durchgängige Plateausohle angeht. Sie lassen den Fuß immer plump und unförmig erscheinen und der Gang entwickelt sich entsprechend. Deshalb ist meine Meinung zu diesem Trend ganz in Anlehnung an die `Spice Girls´: “Stop right now, thank you very much.”

4. Schulterpolster
Mich hat es nie besonders beeindruckt, sich die Schulterpartie zu wattieren. Als Liebhaberin von Vintage Klamotten, bei denen auch das ein oder andere Schätzchen aus den 1980er-Jahren darunter zu finden ist, habe ich- sofern vorhanden- umgehend alle Schulterpolster entfernt. In den 80ern wetteiferten aufstrebende Geschäftsfrauen mit ihren männlichen Kollegen um die besten Arbeitsplätze und wollten dabei wohl auch durch ihre Statur deutlich machen, dass sie dem anderen Geschlecht um nichts nachstehen. Heute ist wohl der allgemeine Fitness-Wahnsinn ausschlaggebend für das Revival der Schulterpolster. Da ich immer noch keine Ambitionen habe auszusehen, als hätte ich morgens den Kleiderbügel in meinem Blazer vergessen, kann ich  dem Trend damals wie heute einfach nichts abgewinnen.

“Eleganz ist Verweigerung.” – Coco Chanel –

5. Plastik
Dieser Trend ist der, den ich am wenigsten nachvollziehen kann. Jahrelang war es den Konsumenten anscheinend gleichgültig, worin ihre Nahrungsmittel eingepackt waren. Es ist ja auch so praktisch einach ins Regal zu greifen und gleich eine mit Zellophan eingeschweisste Styroporschale mit einer abgemessenen Menge Obst zur Hand zu haben, als sich mühsam einzelnes Obst zu sortieren, das am Ende wild im Einkaufswagen durcheinander fällt. Ach ja, da gab es ja dann noch die kleinen Plastiktüten für die lose Ware. Zumindest wollte die Industrie uns einreden, dass wir auf diese Weise so viel besser Leben. Und ganz ohne diesen Verpackungsmüll geht es immer noch nicht bei dem Einkauf im Supermarkt. Endlich rücken wir nun den Bergen an Plastikmüll zu Leibe, in dem wir auf Einkaufstüten verzichten, da beginnt die Modeindustrie uns einzureden, dass wir uns doch unbedingt in Plastik hüllen sollten, um in diesem Jahr besonders up to date zu sein? Mal ehrlich- wer hat hier etwas nicht mitbekommen? Wie viele Bilder von armselig verendeten Meeresbewohnern müssen noch um die Welt gehen, damit endlich klar wird, dass das der falsche Weg ist und es dringend Alternativen bedarf? Oder sind das die Folgen dessen, dass immer mehr Menschen auf Plastiktüten verzichten, dass das Material nun in Kleidung verarbeitet werden muss? Ganz abgesehen von der Umweltbelastung bin ich absolut nicht von der Idee begeistert Kunststoffe auf meiner Haut zu tragen. Weder in Form von Kosmetikartikeln als auch in Kleidung, denn die in diversen Kunststoffen enthaltenen Bestandteile werden als hormonell wirksam eingestuft. Ganz abgesehen davon, dass sie meine Haut am Atmen hindern. Das ist die Bewegung, die sehr deutlich macht, dass die Menschheit aus ihren Fehlern einfach nicht lernt. Leider. Vielleicht bediente man sich bei dem Design auch einfach ein Zitat von Coco Chanel als Leitspruch: “Es sind nicht die Erfolge, aus denen man lernt, sondern die Fiaskos.” Wer weiß. Jedenfalls liefert sie auch gleich eine Lösung in einem weiteren Zitat ihrerseits: “Eleganz ist Verweigerung”.

FRÜHLINGSFARBEN 2018

Auch wenn im Moment der Winter wieder die Oberhand gewonnen hat: der Frühling steht vor der Türe. Bereits im September des Vorjahres hat PANTONE® den halbjährlichen Fashion Color Trend Report für das Frühjahr 2018 bekannt gegeben. Die Pantone LLC ist eine weltweit anerkannte Autorität bezüglich professioneller Farbstandards für die Designbranchen. Es wird also allerhöchste Zeit, dass ich Farben für den Frühling dieses Jahres vorstelle.

Brauntöne

Auch wenn sich der Herbst längst verabschiedet hat, bleiben uns erdige Farbtöne auch im Frühjahr erhalten.

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PANTONE 18-1028 Emperador

Wirkung: Der kräftige Ton von dunkler Schololade ist der absolute Gegenpol zu dem, was allgemein als Frühlingsfarbe wahrgenommen wird. Er ist ehrer schwer und bringst Substanz in die Farbpalette des Frühlings 2018.

Kombination: Der Ton lässt er sich durch seine Tendenz in das Rötliche sehr gut kombinieren. Sehr weich und feminin wirkt der Braunton beispielsweise zusammen mit Haut- und Goldtönen. Er passt außerdem zu nahezu allen Blaunouancen von Hellblau über einen Marineton bis hin zu einem kühlen Türkis.

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PANTONE 15-1214 Warm Sand
Wirkung: Dieser neutrale Beigeton ist ein Klassiker, der sich unabhängig der Saison einsetzen lässt.

Kombination: Eine sehr schöne und edle Kombination ist immer die mit Rottönen. Es nimmt selbst einem grellen, schreienden Rotton die Präsenz und setzt ihn in einen weicheren Kontext. Die Kombination mit Grau-und Offwhite-Tönen verleiht dem Beigeton eine cleane Wirkung und zusammen mit dunklem Blau erhält das Outfit eine nordische Kühle.

Rottöne
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PANTONE 18-1440 Chili Oil
Wirkung: Auch wenn die Farbpalette der Gewürztöne sonst eher dem Herbst zugeschrieben ist, passt sie doch auch im Frühling perfekt.
Kombination: Chili Oil ist ein Farbton, der sehr gut kombinierbar ist. So passt er zu allen metallischen Tönen, zu Puder-, Haut- und Brauntönen. Wer mehr Farbe ins Spiel bringen möchte, der trägt helles Gelb oder Blau dazu.

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PANTONE 17-1563 Cherry Tomato

Wirkung: Dieses grelle Rotorange ist etwas für Mutige und zieht ganz sicher alle Blicke auf sich.
Kombination: Da der Monochrome Look gerade sehr verbreitet ist, bietet es sich bei der Nouance ebenfalls an ihn gar nicht zu kombinieren und ihn Ton-in-Ton zu tragen. Etwas entschärft wird der Farbton durch Beige. Weiterhin lässt sich der Farbon gut mit Schwarz, Marineblau, Grau, oder Güntönen tragen.

Gelbtöne

 

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PANTONE 13-0646 Meadowlark

Wirkung:Der intensive und lebendige Gelbton erinnert an die satten Farben von Frühblühern wie Tulpen und Narzissen und verkörpert so ideal den Frühling. Die kräftige Farbe leuchtet und strahlt Selbstbewustsein und Extrovertiertheit aus.

Kombination: Gelbtöne lassen sich immer hervorragend mit Schwarz kombinieren. Etwas weniger aufdringlich wirkt die Mischung mit Grautönen. Darf es etwas mehr Farbe sein? Dann passt ein helles Blau gut zu Gelb. Erdige Beige-, Grün-, Gold- oder Brauntöne verleihen dem Farbton einen Vintage-Touch und erinnern an die 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts.

Grüntöne
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mia_und_ich_arcadia_pantone_fruehling _farben _trends_etro_paisley_kleid_asos_schleife_stiefelettePANTONE 16-5533 Arcadia
Wirkung: Eher kühl und exotisch wirkt der Grünton Arcadia. Durch seine hohen Blauanteil erinnert er an Traumstrände und macht Lust auf ferne Länder.

Kombination: Um den Eindruck von Meer und Wasser zu verstärken, ist der Ton gut mit anderen Tönen aus der Blaupalette zu kombinieren. Wärmer wirkt der Ton durch den Einsatz von Blush- oder Pudertönen bis hin zu sattem Pink. Auch mit Violetttönen entsteht eine interessante Mischung.  Ruhig und alltagstauglich hingegen wird die Farbe Arcadia im Zusammenspiel mit Brauntönen.

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PANTONE 13-0550 Lime Punch

Wirkung: Sehr laut und extrovertiert erscheint die Farbe Lime Punch, die sich stark an der Grenze von Grün und Gelb bewegt.

Kombination: Dieser Farbton wirkt wohl generell am Besten an dunklere Hauttypen. Kombinierbar ist diese zitronige Nouance mit Schwarz, Weiß-, Silber,- Grau- oder Cameltönen

Blautöne

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PANTONE 16-4132 Little Boy Blue

Wirkung: Der Azurfarbton erinnert an einen blauen, wolkenlosen Himmel an einem Sommertag

Kombination: Kombinieren lässt sich Little Boy Blue mit weiteren Blauschattierungen, Blushtönen, Terra, Weiß, Sandfarben, und Gelbtönen.

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PANTONE 19-4034 Sailor Blue

Wirkung: Der Tend, der sich auch dank des aufkommenden Denim-Tends immer wieder wiederholt ist der Matrosenlook. Sailor Blue erinnert an die Kapitänsuniformen und weckt ganz nebenbei noch die Lust zu Reisen.

Kombination: Sailor Blue lässt sich wirklich zu allem tragen. Die schönsten Kombinationen sind immer noch die mit Rottönen, Weiß oder Erdtönen. Auch schwarz ist der ideale Partner für die Farbe.

Grautöne
PANTONE 14-4202 Harbor Mist

Wirkung: Bei Harbor Mist handelt es sich um einen mittleren, taubenblauen Ton, der sehr schlicht und sophistiziert erscheint.

Kombination: Hier ist ausnahmslos wirklich alles möglich. Gerade als Kontrast zu dem leuchtenden Lime Punch ist es eine gute Wahl.

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PANTONE 11-0608 Coconut Milk

Wirkung: Dieser Offwhite-Farbton ist schlicht, neutral und saisonunabhängig.
Kombination: Gerade für einen momochromen Look bietet sich diese unbunte Farbe geradezu an. Kombinieren lässt sich Offwhite nahezu zu allen anderen Farbtönen. Besonders edel wirkt er zu kräftigen Nouancen wie Sailor Blue, ganz leicht und unbeschwert zu Lime Punch oder Rosétönen und sehr bodenständig zu einer erdigen Farbpalette.
Beerentöne
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PANTONE 12-2103 Almost Mauve
Wirkung: Das sanfte, feminine Almost Mauve ist derzeit allgegenwärtig zu finden. Nicht nur in der Mode- auch im Interieur-Design kommt dieser Farbon momentan sehr häufig zum Einatz. Dieser zarte Puderton ist für den Frühling die ideale Farbe und erinnert an blass gefärbte Blütenblätter.
Kombination: Der zarte Ton wirkt sehr elegent zu Weiß und bildet einen pudrigen Kontrast zu metallischen Farben. Ansonsten ist der Farbton ein richtiger Allrounder und universell zu kombinieren.
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PANTONE 15-1520 Blooming Dahlia
Wirkung: Der Farbton erinnert an eine zarte Engelshautkoralle oder eben eine Blüte.
Kombination: Zu Blooming Dahlia passt ein Azurblau, ein neutrales Grau oder eine Holzfarbe. Besonders leicht und frühlingshaft wirkt diese Farbe mit Weiß.
Violettöne

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PANTONE 14-3207 Pink Lavender

Wirkung: Pink Lavender erinnert an die Farbe von Flieder und dann sehr ruhig und auch romantisch anmuten.
Kombination: Der helle Farbton lässt sich auch gut mit intensiveren Violetttönen tragen. Für den Frühlingslook ist auch die Kombination mit einem Lindgrün sehr harmonisch. Beige-, Braun- und Schwarztöne sind immer ein idealer Begleiter zu Pink Lavender.
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PANTONE 17-3020 Spring Crocus
Wirkung: Etwas farbinensiver und sehr ausdrucksstark ist der Farbton Spring Crocus. Dabei handelt es sich um einen sehr extrovertierten Fuchsiaton.

Kombination: Diese Farbe Wirkt sehr fröhlich und extravagant zu Tönen wie Senf, vielen Grünnouancen, Weiß, allen Grautönen und Schwarz.

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PANTONE 18-3838 Ultra Violet

Wirkung: Ultra Violet gilt als die Farbe des Jahres 2018. Sie wirkt sehr mysthisch, geheimnisvoll und faszinierend durch ihren Stich in das Bläuliche.
Kombination:  Eine gute Kombinationsvariante ist immer die mit Schwarz- und Grautönen. Mint, Lindgrün oder Olivgrün sind ebenfalls sehr geeignet. Die Kombinationsvariante mit Rottönen unterstützt den individuellen, geheimnisvollen Charakter.

DUNKLE ZEITEN

Ich drehe die Zeit zurück, als ich noch ein Kind war. Irgendwann war ich aus meinem kleinen Kinderbett herausgewachsen. Als ich mit dem Wunsch nach einem größeren Bett an meinen Vater heran trat, meinte der: “Warte nur. Da findet sich bestimmt irgendwann etwas passendes auf der Versteigerung.” So war es dann auch. Irgendwann findet sich das Passende auf einer Versteigerung. Man muss nur abwarten können.

Und heute? Da habe ich mir viele Gedanken gemacht und am Ende festgestellt: Ich denke ganz genau so. Kürzlich bin ich umgezogen. Ich habe mich gefreut, dass ich mich neu einrichten kann und war mehr als enttäuscht von dem Standardrepertoire der Möbelhäuser. Da ich im Reich der Sperrholz , Span- und Faserplatten nicht fündig wurde, kam mir die Idee, mich nach aniken Möbeln umzusehen. Ich bin absolut begeistert von der Epoche des Jugendstils Anfang des 20. Jhd. und habe gezielt nach Möbeln aus dieser Zeit Ausschau gehalten. Die organische Formensprache, die diffizilen, floralen Schnitzereien und die bunten Tiffany-Glasarbeiten lassen seit jeher mein Herz höher schlagen. Natürlich verstehe ich, dass dieser Stil nicht jedem gefällt. Trotzdem habe ich hier zehn Gründe aufgeführt, die für die Anschaffung von antiken Möbeln sprechen.

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1. Kurze Lieferwege. Es ist erstaunlich, welch umfangreiches Angebot an antiken oder alten Möbeln auf dem Markt kursiert. Wer nicht den Antiquitätenhändler des Vertrauens zu Rate ziehen möchte, der wird ganz sicher über Kleinanzeigen in Zeitungen oder natürlich das Internet fündig. Oft finden sich in nächster Nähe die tollsten Schätze, die auf der Suche nach neuen Liebhabern sind. Selbst wenn das Möbel in weiterer Entfernung seinen derzeitigen Standort hat, ist die Anlieferung kein Problem. Es gibt Kleinspeditionen, die sich auf eben solche Möbeltransporte spezialisiert haben. Die Spediteure sammeln ihre Aufträge und organisieren selbstständig die Abholung und Lieferung, wenn sie genügend Fracht zu ähnlichen Auslieferungsorten zusammen getragen haben. Selbst wenn das Objekt der Begierde also am anderen Ende von Deutschland stehen sollte, so ist der Weg trotzdem noch kürzer, als der, den die Möbelstücke zurück legen, die unter den menschenunwürdigen Bedingunen billig in Litauen oder Weißrussland im Namen des schwedischen Möbelhauses mit den vier gelben Buchstaben produziert werden. Genaueres zu dem Thema: hier.

2. Win-win-Situation. Dies führt mich auch gleich zu dem nächsten Punkt. Wie schon erwähnt ist der Markt voll von alten Möbelstücken. Die Besitzer sind oft froh, wenn sie das Stück abgeben können und es  in guten Händen wissen. Der Verkäufer ist zufrieden. Der Käufer ebenso. Und das ganz ohne Arbeitskräfte in Billiglohnländern auszubeuten. Außerdem gefällt mir der Gedanke sehr, das Erbe unserer Vorfahren zu erhalten und zu hüten wie seinen Augapfel. Welchen größeren Respekt kann man den hoch talentierten Handwerkern vergangener Zeiten entgegen bringen?

3. Qualität. Meine `neuen´alten Möbel haben schon etwa hundert Jahre auf dem Buckel und bei guter Pflege habe ich keinen Zweifel daran, dass die noch mal die selbe Dauer überstehen werden. Natürlich ist die Zeit nicht sprulos an ihnen vorüber gegangen und es ist deutlich zu erkennen, dass sie in Gebrauch waren: Es gibt Wasserränder auf dem Holz hier und da sind sie etwas berieben, die Schlösser sind nicht mehr ganz unversehrt. Trotzdem sind sie qualtitativ hochwertig und für längere Benutzung konzepiert. Dies ist in der heutigen Zeit leider ein Fremdwort und der Profit steht immer im Vordergrund. Kleine Reparaturen sind bei alten Massivholzmöbeln kein Problem und es ist ja auch eine Investition für die Zukunft.

4. Preis- Leistungsverhältnis. Da die privat verkaufenden Vorbesitzer oft froh sind, wenn ihr Möbelstück den Besitzer wechselt und der Markt voll ist mit ungeliebten Stücken ist davon auszugehen, dass das antike Möbel ein nicht ganz so großes Loch in die Haushatskasse reißen wird. Kleine Makel müssen meist aber in Kauf genommen werden.

5. Individuell. Wir sehnen uns nach Individualität und möchten uns selbst verwirklichen. Alte Möbel passen perfekt zu dieser Lebensphilosophie, denn sie sind immer individuell. Je nach Alter des Möbels sind die Stücke nostalgische Zeugen der Zeit, in der sie hergestellt wurden. Jede Epoche hat ihren ganz eigenen Stil. Ein originales Produkt des jeweiligen Zeitalters sein Eigen nennen zu können ist oft dankbarer, als auf Reproduktionen in meist schlechterer qualitativer Ausführung zurück zu greifen. Die kleinen Makel, wie bei Punkt drei erwähnt, verleihen den Stücken nur noch zusätzlichen Charme. Sie sind vergleichbar mit der Patina einer Vintage-Tasche. Alte Möbel lassen sich gut aufbereiten und auch immer mit Neuem kombinieren. Die Maserung von Naturholzmöbeln allein sorgt für eine ganz besondere Ästhetik.

6. Massiv. Eine heute verbindliche Regelung der Bezeichnungen wird durch die DIN 68871 gewährleistet. Wenn sämtliche Teile außer Rückwand und Schubladenböden nicht funiert sind, sondern aus massivem Holz sind, dann gelten sie nach heutigem Maßstab als massiv. Bei antiken Möbeln sind auch die Rückwand und die Schublandenböden massiv.

7. Nachhaltig. Die legale Abholzung der Nadelwälder in Nordeuropa, von Skandinavien bis nach Sibirien für günstige Möbelproduktionen alarmiert Umweltschützer und wird in absehbarer Zeit zu massiven Umweltproblemen führen. Genauere Informationen hier. Antike Möbel sind oft aus heimischen Hölzern in kunstvoller Handarbeit gefertigt. Und das Gute ist: Sie sind bereits vorhanden und müssen nicht erst produziert, nur wieder entdeckt werden.

8. Raumklima. Holz ist ein natürlicher, nachwachsender Rohstoff. Das Material sorgt für die Feuchtigkeitsregulierung der Luft, sofern es naturbelassen ist und die Poren nicht verstopft wurden. Wenn das Holz weiterhin atmen kann, nimmt es Feuchtigkeit aus der Luft auf. Dabei quillt es etwas auf – ein Knacken ist oft die Folge davon, aber nicht weiter besorgniserregend. Das Holz gibt die aufgenommene Feuchtigkeit wieder ab, wenn die Luft im Winter trockener wird. So erhält man ganz nebenbei ein gesundes Raumklima.

9. Kapitalanlage. Die Möbelstücke, welche sich in ihrer Formensprache klar einer Kunstepoche zuordnen lassen, können nicht mehr Hergestellt werden und sind auf dem Markt begrenzt. Ihr Wert wird also deutlich steigen zu den Möbeln, die heute als Massenware hergestellt werden. Ein perfekter Restaurationszustand ist dabei Voraussetzung. Antike Möbel der Art Deco, Bauhaus und Barock Epoche sind besonders international gefragt. Sie sind sicher gegen Inflation und bis zu ihrem Verkauf kann man sich an ihnen erfreuen.

10. Optik. Ganz klar ist die Optik der antiken Möbel ein Vorteil zu den heute in Massen produzierten Möbeln. Ich könne die kunstvollen Schnitzereien an meinen Schränken ewig bestaunen und entdecke immer wieder neue Details. Und sie erzählen immer eine Geschichte. Ich für meinen Teil bin dem Charme dieses dunklen Holzes absolut verfallen und hoffe freue mich, wenn mein Text etwas zum Nachdenken anregen wird, wenn der nächste Möbelkauf bevor steht.

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