KATER!

Sie sind unnahbar, launisch und wirklich schlau werden wir sowieso nie aus ihnen. Trotzdem sind sie als sie seit dem 2. Jahrtausend v. Chr. domestiziert wurden nicht mehr als Haustier wegzudenken. Katzen führen weltweit die Liste der beliebtesten Haustiere an. Es gitbt kein anderes Tier, das eine so enge Verbindung zum Menschen aufgebaut hat, ohne sich zu unterwerfen und sie vereint in sich Unabhän­gig­keit und Stolz mit Anschmieg­sam­keit und Rückzug. Vermutlich leben derzeit etwa 8,4 Millionen Hauskatzen in Deutschland und 27,4 Millionen in ganz Mittel- und Westeuropa. Dabei ist die Katze keineswegs auf den Menschen angewiesen. Auch in isolierten Gebieten in Neuseeland oder Australien, wo sie durch den Menschen eingebracht wurde, konnte sie sich schnell an ihre Umwelt anpassen. Weltweit gibt es mehr als eine Milliarde Katzen. Während die älteste Hauskatze ein stolzes Alter von 38 Jahren erreicht hat, ist die Lebenswerwartung bei freilaufenden Katzenpopulationen ohne menschliche Zuwendung und medizinische Betreuung wesentlich geringer und liegt zwischen 1,4 und 4,2 Jahren.

Schon die kleinste Katze ist ein Meisterwerk. – Leonardo da Vinci –

Seither erfreuen sich die kleinen Tiger auch in der bildenden Kunst großer Beliebtheit. In den unterschiedlichsten Situationen ihres Lebens wurden die Samtpfoten seit rund 4000 Jahren verewigt. Sie stehen als Sinnbild menschlicher Zuneigung und kuschliges Schoßtier oder als dämonisches Jagdtier und Verkörperung des Teufels in der christlichen Ikonografie. Die Katze scheint Vernunft- und vor allem eroti­sches Triebwesen in einem zu sein und kann sich so ausleben, wie es dem Menschen nur bedingt möglich ist. Daher setzte man sie auch für eroti­sche Anspie­lun­gen oder Spiegel­bil­der des Mensch­li­chen ein.

Und seien wir mal ehrlich- neben der zauberhaften Audrey Hepburn spielt auf jeden Fall der rote Kater die Hauptrolle im Film Frühstück bei Tiffany´s. Hubert Givenchy entwarf die Kleider für Audrey privat als auch für die Filmrolle der Holly Golightly. Schon am Filmset von Sabrina lernten sich der Designer und die Schauspielerin kennen und er stattete sie über 40 Jahre lang mit seinen kreativen Schöpfungen aus. Trotz der Vorliebe von Givenchy für grelle Farben wie Pink und Königsblau erlange vor allem das berühmte Kleine Schwarze, das Audrey Hepburn im Film tug, Weltruhm und wurde im Jahr 2006 als teuerstes Textil der Filmgeschichte versteigert.  Auch seine Hutkreationen, die oftmals das halbe Gesicht der Trägerin verdeckten, kommen im Film zur Geltung und sind Teil dieses charakteristischen Looks der Hauptdarstellerin. Der rotgetigerte Kater der Protagonistin soll im Film das Streben nach Feiheit und Unabhängigkeit verkörpern- ganz wie Holly selbst. Der Kater ist den gesamten Film über present indem er aus dem Nichts auf die Schultern der Menschen springt und das komödiantische Drama, das sich zu seinen Füßen abspielt von der höchsten Etage des leeren Bücherregals aus beobachtet. Das eigenständige Wesen der Katze kommt bis dahin in keinem anderen Film so zur Geltung wie in Fühstück bei Tiffany´s. Der Filmkater ist auch selbst ein kleiner Hollywoodstar. Orangey, wie sein richtiger Name ist, hat in einigen Filmproduktionen mitgewirkt und hatte sogar richtige Starallüren. Er biss und kratzte die Protagonisten am Filmset, was ihm den Namen the worlds meanest cat einbrachte.

»Armer alter Kater. Armes Vieh, hast keinen Namen. Ich finde, daß ich kein Recht habe, ihm einen Namen zu geben. Wir gehören eigentlich gar nicht zusammen. Er ist mir mal über den Weg gelaufen. Und ich will auch gar keinen Besitz haben, bevor ich nicht richtig weiß, wo ich hingehöre.« (Holly Golightly | Frühstück für Tiffany´s)

Ich bin schon öfter auf die Handlung des Films im Bezug auf meinen Kater angesprochen worden, denn auch mein kleiner Stubentiger und ich haben eine ähnliche Geschichte. Eigentlich war ich nie ein Katzenliebhaber, bis der kleine Kerl dann vor mir stand. Und zufälliger Weise ist er ja auch noch rot getigert dazu…

Ja, die Katze spricht unsere Gefühls­welt an – ob es im Sinne der Liebe, im Sinne der Angst oder Abneigung sei -sie wird uns trotz aller Faszination immer ein Rätsel bleiben.

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Inspiration

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Frühstück bei Tiffany’s

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Gertrude des Clayes | Woman with a cat
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Renoir | Femme au chat
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Fritz Zuber Buhler
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Edward Penfield
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John William Godward | The favorite

SCHATZSUCHE

Seit der Winter seine eisigen Flügel über das Land ausbreitet, fühle ich mich magisch angezogen von  Dingen, die mein Herz erwärmen. Dazu zählen alte Filme wie “Marokko” aus den “Goldenen 1930er Jahren”. Der Film besticht nicht nur durch die eindrucksvollen Bilder, die in ihrer Aussagekraft an den Stummfilm erinnern. Was heute das selbstverständlichste der Welt ist, galt damals als Skandal. Marlene Dietrich ist im Film in ihrer Rolle als Tingeltangelsängerin “Amy Jolly” in weit geschnittenen Hosen zu sehen, die damals nur von Männern getragen wurden. Dieser Look erregte nicht nur Aufsehen, sondern führte auch zu reichlichen Nachahmungen und revolutionierte die Modewelt- bis heute. Heute tragen wir Hosen in sämtlichen Formen und Stilrichtungen und ich greife auch sehr gern auf die klassische Marlene-Hose zurück. Besonders schön wirkt sie, wenn sie das Bein weit umschmeichelt und mit femininen Accessoires kombiniert wird. Bei kaltem Wetter hülle ich mich gerne in warme Farben wie Rostrot, Rosenholz und Rotbraun. Diese Töne finden sich im Moment auch in der Natur wieder. Das bunt gefärbte Laub erinert mich in seinem Farbspiel und seiner segmenthaften Aufteilung an die Werke von Alphonse Mucha oder Gustav Klimt.

Hinter dem Schloß Moritzburg war bis zum Jahre 1996 noch ein restlicher Teil eines Wettiner Schatzes vergraben. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs vergruben die Söhne von Ernst Heinrich Prinz von Sachsen zusammen mit dem Revierförster sage und schreibe 43 Kisten des Schatzes. Unter Folter gab der Revierförster das Versteck des Schatzes der sowjetischen Besatzungsmacht preis. Der größte Teil des Familienschatzes wurde widerrechtlich in die einstige Sowjetunion gebracht und ist heute in der Eremitage von St. Petersburg zu besichtigen. Drei weitere Kisten des Schatzes wurden 1996 gefunden. Es wird gemunkelt, dass noch immer ein Teil des Schatzes in den Wäldern vergraben sein soll.

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Since the winter spread its cold wings across the country, I feel magically attracted to heart warming things. These include old films like “Morocco” from the “Golden 1930s”. The film captivates not only through the impressive images, which remind on the aera of the silent film. What today is the most self-evident in the world was considered a scandal. Marlene Dietrich can be seen in the film in her role as “Amy Jolly” in the loose fitting boyish trousers, which were worn only by men at that time. This look not only caught the eye. It also led to copious imitation and revolutionized the fashion world to this day. Today, we wear trousers in all shapes and styles and I also like to go back to the classic Marlene trousers. It is particularly beautiful when the leg is flattered and combined with feminine accessories. In cold weather, I like to cover warm colors such as roasty red, rosewood and redbrown. At the moment these tones are also found in nature. The colorful tinted foliage remembers me in its coloring and its segmented distribution to the works of Alphonse Mucha or Gustav Klimt.

Behind the Moritzburg castle until the year 1996 a remaining part of a Wettiner treasure was buried. Towards the end of the Second World War, the sons of Ernst Heinrich Prince of Saxony, together with the district forester, buried forty-four boxes of the treasure. Under torture, the district ranger told the Soviet occupation power the hiding place of the treasure. The largest part of the family treasure was illegally transferred to the former Soviet Union and is now to be visited in the Hermitage of St. Petersburg. Three more boxes of the treasure were found in 1996. It is rumored that still a part of the treasure should be buried in the woods.

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Coat: Denier Cri | Scarf: Vintage | Trousers: Vintage | Purse: Abro | Boots: Botas y Botines

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Marlene Dietrich 1930
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Ruby | Alphonse Mucha
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Autumn in Oril | Franklin Carmichal
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Birkenwald | Gustav Klimt
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Dance – Alphonse Mucha

DER BÖSE BRUDER

Die Tage werden kürzer, die Nächte kälter. Damit einem all das nicht ganz so tragisch erscheint, zeigt sich die Natur im Herbst noch ein letztes Mal von Ihrer farbenfrohen Seite. Die Zeit um Allerheiligen und die freien Tage verlocken zum Verweilen in der Natur. In wem wird nicht das kleine Kind geweckt, wenn das Herbstlaub in dichten Schichten auf dem Boden liegt? Das Laub rauscht, wenn man hindurch schlurft und vertraute Geräusche versetzen einen zurück in längst vergangene Zeiten.

Ich nutze die Zeit für einen Spaziergang im Schlosspark bei Diesbar-Seußlitz. Früh am Morgen ist es dort noch ganz ruhig und idyllisch. Nur die Enten schnattern im verwunschenen Schlossteich. Diesbar-Seußlitz gilt als größte Weinbaugemeinde in Sachsen. Um dies zu zelebrieren, wurde hier seit dem Jahr 2001 die Federweißermeile am ersten Oktoberwochenende ins Leben gerufen. Eine längere Tradition hat der Heiratsmarkt, der eine weitere Attaktion in der Region darstellt. Das kleine Schloss entstand in seiner heutigen Form 1722. Der einstige Besitzer beauftragte George Bähr, den Erbauer der Dresdener Frauenkirche, mit dem Umbau des Schlosses im Barocken Stil.

Mit dem Titel des`Bösen Bruders´ist hier keinenfalls mein eigener gemeint. Durch den Abbau von Felsen in früheren Zeiten entstand ein Felsvorsprung, der die Umrisse eines Gesichts hatte. Einer Sage nach lieben zwei Brüder dasselbe Mädchen. Nun musste sich die Angebetete der Beiden jedoch entscheiden. Der abgewiesene stieß seinen Bruder aus Eifersucht von einem Felsen. Zur Stafe wurde er in Stein verwandelt. Wie er entstand, verschwand er auch wieder. Durch Sprengungen ist heute nichts mehr von dem Gesicht an der 40 Meter hohen Gesteinswand  zwischen Diesbar und Seußlitz  zu erahnen.

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The days are getting shorter, the nights colder. To make sure that all this is not quite so tragic, nature will show itself one last time from its colorful side in autumn. The time around All Saints’ Day and the free days tempt you to linger in nature. In whom is not the little child awakened when there lay autumn leaves in dense layers on the ground? The foliage rustles when you shuffle through and familiar sounds put you back into the past. I use the time for a walk in the castle grounds at Diesbar-Seußlitz. Early in the morning it is still quiet and idyllic. Only the ducks chattered in the lake. Diesbar-Seußlitz is the largest wine-growing community in Saxony. In order to celebrate this, since the year 2001, the `Federweißermeile´ has been launched on the first weekend of October. A longer tradition is the marriages market, which is a further attraktion in the region. The small castle was built in its present form in 1722. The former owner commissioned George Bähr, the builder of the Dresden Frauenkirche, to reconstruct the castle in the Baroque style. The title of the “evil brother” doesn´t affact my own brother. Through the dismantling of rocks in earlier times, a rock formation arose that had the outline of a face. According to one legend, two brothers love the same girls. But the girl had to decide between them. The rejected man throws his brother out of jealousy from a rock. He was turned into stone to penalty. As he came, he disappeared again. Because of explosions, today nothing is left of the face on the 40-meter-high rock face between Diesbar and Seußlitz.

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Cape: Lacoste | Pullover: Dikton´s Barcelona | Belt: Etienne Aigner | Trousers: Marc O´Polo | Shoes: Gracia (Vintage) | Purse: Schu(h)tzengel | Boots: Hilfiger

 

Inspiration

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Gust of wind – Lucien-Levy-Dhurmer

TRAGBARE TRADITION

Meine Begeisterung für das Dirndl entwickelte sich, als ich an ein Dirndlgewand geriet, das schon an die siebzig Jahre auf dem Buckel hatte. Es war absolut makellos und das Alter sah man ihm überhaupt nicht an. Es bestand aus einem festen Jacquardgewebe aus Baumwolle und war an dem herzförmigen Ausschnitt mit aufwändigen Muschelrüschen bestickt. Gleich stellte ich mir die Frage, wer sich damals wohl so viel Mühe gegeben hat bei der Herstellung dieses schönen Stücks und was seine frühere Trägerin wohl damit alles erlebt hat? Das Kleid benötigte eine Wäsche und nun, nach einigen Änderungen am Schnitt, trage ich das schöne Vintage-Dirndl stolz weiter. Ich bin mir sicher, dass es noch viele weitere Jahre überstehen wird.

Denn eigentlich war das der Gedanke hinter dem Dirndlkleid: Die Haltbarkeit. Das Dirndl war als Bekleidung für Dienstmägde an Haus und Hof gedacht. Daher stammt auch der Name des Dirndls, der sich von der deutsch-österreichischen Bezeichnung “Dirn” für ein junges Mädchen oder eben eine Magd, entwickelt hat. Ab 1870 setzte sich das Dirndl als “ländliches” Kleidungsstück für die städtische Oberschicht durch. In der wirtschaftlich schlechten Zeit nach dem Ersten Weltkrieg wurde das Dirndlkleid zum Kassenschlager, da es in seiner Schlichtheit eine gute, preiswerte Alternative zu den sehr aufwändig gearbeiteten und damit teuren Frauentrachten war. Das, was heute als Dirndl bezeichnet wird, sollte man also nicht mit den regionalen Volkstrachten verwechseln. Sicherlich haben die Dirndlkleider Einflüsse von echten historischen Trachten, jedoch haben sie keinen regionalen Bezug.

Die Längen dieses Rockes variieren stark, obwohl eine Regel besagt, dass er nicht kürzer als die Höhe eines Maßkrugs sein sollte.

Das Dirndl besteht in der Regel aus einem Oberteil, das recht eng am Körper anliegen sollte und einem weiten Rockteil, welcher an der Taille angesetzt ist. Die Längen dieses Rockes variieren stark, obwohl eine Regel besagt, dass er nicht kürzer als die Höhe eines Maßkrugs sein sollte. Über dem Rock wird eine Halbschürze getragen, die entweder mit Metallschließen oder einer Schleife getragen wird. Die Schleife soll den Status der Trägerin symbolisieren. Wird sie auf der Linken Seite getragen, so ist die Trägerin noch zu haben. Bindet die Trägerin die Schleife auf der rechten Seite, so ist sie fest verbandelt oder verheiratet. Wird die Schleife vorne getragen, so ist die Trägerin Jungfrau. Wenn die Schleife hinten gebunden wid, so zeigt das, dass die Trägerin verwitwet ist. Diese Regeln sind allerdings neuere Erscheinungen, da sich die Trachten früher durch andere charakteristische Merkmale unterschieden haben.

Als gebürtiges “boarisches Madl” betrachte ich die derzeitige Entwicklung des Dirndlkleids eher skeptisch. Seit einigen Jahren gilt das Dirndl als modern und die Industrie im Ausland macht sich das zu Nutze. So hielten in den letzten Jahren auf den großen Volksfesten wie dem Oktoberfest immer mehr die im Ausland produzierten Kleidungsstücke aus Kunstfasern und äußerst unvorteilhaften Schnitten einzug. Männer griffen zu billigen Lederhosen vom Discounter oder gleich zur “Lederhose” aus Polyester aus dem Kostümverleih. Leider bin ich wirklich einmal Zeugin einer solchen Szene in einem Dresdner Kostümverleih geworden, sonst könnte ich es wahrscheinlich selbst nicht glauben. Für die Damenwelt gibt es das Minidirndl aus Polyester mit Strasssteinchen und Chiffon-Schürzerl, dazu ein Hut in Pink oder Giftgrün mit unechten Federn. Nun, es ist immer alles Geschmackssache, aber die alten Dirndl sind und bleiben einfach viel individueller und sind dazu ehrlicher. Es steckte viel Handarbeit in jedem Stück und sie wurden fern ab von der heutigen Massenproduktion hergestellt.

 Es ist ein Stück tragbare Tradtion, die uns in der schnellebigen Zeit geblieben ist.

In ländlicheren Regionen findet man jedoch nach wie vor traditionelle Trachten. Und das bleibt auch hoffentlich so. Das Dirndl ist im Grunde ein Trachtenkleid aus Bayern oder aus Österreich. Doch heute ist es viel mehr als das. Es ist ein Stück tragbare Tradtion, die uns in der schnellebigen Zeit geblieben ist.

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My enthusiasm for the Dirndl arose when I came to a dirndl that was already 70 years old. It was absolutely immaculate and the age was not looked at him at all. It consisted of a solid jacquard cotton fabric and was embroidered on the heart-shaped neckline with elaborate shell ruffles. At the same time, I wondered who had invested so much work at the time in the production of this beautiful piece, and what his former wearer had probably experienced with it? The dress needed a wash and now, after a few changes to the cut, I continue to wear the beautiful vintage Dirndl proudly. I am sure it will last many more years. For, in fact, this was the idea behind the dirndl dress: the durability. The Dirndl was conceived as a garment for servants of the house and the court. Hence the name of the Dirndl, which has developed from the German-Austrian name “Dirn” for a young girl or even a service maid. From 1870, the Dirndl became a “rural” garment for the urban upper class. In the economically bad time after the First World War, the dirndl dress became a bg seller because, in its simplicity, it was a good, inexpensive alternative to the very elaborately worked and therefore expensive women’s traditional costumes. What is now called Dirndl should not be confused with the regional costumes. Certainly, the dirndl dresses have influences of real historical costumes, but they have no regional relevance. And please remember: This is not a carnival costume.

The lengths of the skirt vary greatly, although a rule states that it should not be shorter than the height of a `Maßkrug´.

The dirndl usually consists of an upper part, which should fit tightly to the body and a wide skirt which is attached to the bodice at the waistline. The lengths of this skirt vary greatly, although a rule states that it should not be shorter than the height of a `Maßkrug´. Above the skirt, a half-apron is worn, which is worn either with metal closures or a loop. The bow should symbolize the status of the wearer. If it is worn on the left side, the wearer is still available. If the wearer ties the bow to the right, she is in a relationship or married. If the loop is worn at the front, the wearer is a virgin. If the loop is tied in the back, it shows that the wearer is widowed. These rules, however, are  more recent phenomena, since the costumes used to be distinguished by other characteristic features. As a native of Bavaria I consider the current development of the dirndl dress rather skeptical. For some years, the dirndl has been regarded as modern and the industry abroad is taking advantage of this. In the last few years, on the great national festivals such as the Oktoberfest, more and more clothing made from artificial fibers and extremely unfavorable cuts were produced. Men bought cheap leather pants from the discounter or equal to the “Lederhose” made of synthetics from the costume rental. Unfortunately, I have really become a witness to such a scene in a Dresden costume loan, otherwise I could probably not believe it myself. For the women’s world, there is the mini-dirndl made of polyester with rhinestones and chiffon shavings, plus a hat in pink or poison green with faux feathers. Well, it is always a matter of taste, but the old dirndl are and remain much more individual and are more honest. There was a lot of manual work in each piece and they were made far away from today’s mass production.

It is a piece of wearable tradition, which has remained us in the fast-paced time.

In rural regions, however, traditional costumes still exist. And hopefully this remains the case. The dirndl is basically a traditional costume dress from Bavaria or from Austria. But today it is much more than that. It is a piece of wearable tradition which has remained to us in the fast-paced time.

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