ROSENGARTEN

mia_und_ich_mode_blog_lifestyle_rosen_garten_vintage_dresden_cantoier_newlookRosen. Sie scheinen mich auf meinen Wegen zu verfolgen. Geboren in Rosenheim, aufgewachsen im Rosenweg und selbstverständlich auch mit üppig blühenden roten Kletterrosen im Garten hat mich die Königin der Blumen mich von Anfang an begleitet. Ganz besonderen Rosen statten wir heute einen Besuch ab. Am Dresdner Carusufer gelegen finden wir den Rosengarten vor, der in der Zeit um 1935 entstanden ist. Beim Betreten des Gartens fühle ich mich sogleich in eine andere Zeit zurück versetzt.

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Das liegt mitunter natürlich auch an meinem Vintage-Kleid, das ursprüng aus Schweden stammt und wohl um 1950 hergestellt wurde. Der schwere Jacquard-Stoff ist kein Vergleich mit den Stoffen, die für die heutigen Kleider im Retro-Look verwendet werden. Es entstammt einer Zeit, in der die Menschen wenig Besitztümer hatten, vom Krieg gezeichnet waren und doch wesentlich mehr auf Qualität bei der Herstellung geachtet haben als es heute der Fall ist. Mein Kleid ergänze ich durch einen flachen Canotier-Hut mit Rosenprint. Hergestellt wurde er aus Stroh und Holz. Ein kleines bisschen fühle ich mich wie zurück versetzt in die Zeit um 1954, als Audrey Hepburn in ihrer Rolle als „Sabrina“, in der sie  in Kreationen von Hubert de Givenchy über den Bildschirm flanierte. Der „New Look“ von Christian Dior bestimmte damals die Modewelt und führte dazu, dass ungeheuere Massen an Stoff in die Rockteile der Kleider verarbeitet wurden. Die von Givenchy entworfene Gaderobe Audrey Hepburns stand dem in nichts nach und zeichnete sich aus durch die Sanduhr-Silhouette, erzeugt durch weit schwingende Rockteile im Kontrast zu eng anliegenden Oberteilen.

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Quand il me prend dans ses bras
Il me parle tout bas
Je vois la vie en rose

– Edith Piaf –

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Zurück zu dem Rosengarten. Die Bronzeplastiken „Die Genesung“ und zwei Bären ebenfalls aus Bronze setzen künstlerische Aspekte.  Ich schlendere hindurch durch Beete mit Rosen, die teilweise seit der Gründung des Gartens dort wachsen. Insgesamt sind etwa 120 ausgewählte Rosensorten hier zu finden und stammen hauptsächlich aus den 1930er Jahren. Neben den historischen Rosen und den ergänzten Züchtungen aus den Zeiten der DDR befindet sich in einer Querachse ein Rittersporn-Garten, dessen Blaunuancen mich schlichtweg faszinieren. Im Ohr habe ich „La vie en Rose“, das Lied, das Audrey alias Sabrina im Film singt. Der Nachmittag endet im Café Rosengarten bei einem Milchshake. Natürlich mit Roseneis.

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Hat: ELIURPI | Dress: Vintage | Shoes: Roger Vivier | Purse: Vintage | Belt: Vintage (Markennennung)

STADT DER BÜCHER

„Was bin ich für dich?“, frage ich. Ich erhalte keine konkrete Antwort. Es folgt ein Herumgedruckse. Bis mir schließlich die Gegenfrage gestellt wird. „Ja, was möchtest du denn für mich sein?“

„Ich möchte dein Tagebuch sein.“, antworte ich. „Ich möchte, dass du abends eine Seite aufschlägst und mir ganz ohne Zwang die Ereignisse deines Tages schilderst. Deine Gefühle und Geheimnisse werde ich für mich behalten. Alle deine Erlebnisse möchte ich aufnehmen, abspeichern und wieder hervor kramen, wenn du mit mir in Erinnerungen schwelgen möchtest. Dinge, die du schon fast vergessen hast; an die deine Erinnerung schon droht zu verblassen, möchte ich mir für dich merken, damit wir später darüber zusammen lachen oder weinen können. Oder wir stellen einfach fest, dass das, was uns in dem Moment so sehr beschäftigt hat, nach all der Zeit die zwischenzeitlich vergangen ist, gar nicht mehr so wichtig erscheint.

Ein Kinderbuch möchte ich für dich sein. Denn ich möchte dich entführen in vergangene Zeiten mit all den Wünschen und Träumen, die wir als Kinder einmal hatten. Genau so neugierig, experimentierfreudig und so voller Tatendrang mit dem Wunsch, die Welt einmal zu verändern. Lass uns zusammen Träumen von eigentlich kleinen Dingen, die für uns aber ganz groß und wichtig erscheinen in dem Moment. Lass uns unsere Welt entdecken. Nicht mit der Straßenkarte oder dem Stadtplan in der Hand, in den die wichtigsten Sehenswürdigkeiten dieser Erde vermerkt sind. Einfach spontan. Wir entdecken unsere Umgebung- aber auf eine spielerische Art und Weise. Ich möchte, dass du deinen Kopf ausschaltest und ganz nach deinen Gefühlen und Intuitionen handelst.

Für dich möchte ich ein Gedichtband sein. Nimm dir Zeit für mich. Schließe die Augen und lausche den Geräuschen, die dich umgeben. Was hörst du? Hörst du die Vögel singen? Hörst du den Wind? Durchdringt und stört da etwas die Stille, die dich eben noch umgeben hat? Empfindest du dieses Geräusch plötzlich als laut und unangenehm, obwohl du den selben Ton zuvor, als du deine Augen noch geöffnet hattest, zwar gehört, aber gar nicht wahrgenommen hast? Was fühlst du? Fühlst du den Wind? Die Sonne, die dir in dein Gesicht scheint? Oder hat es angefangen zu regnen? Ist es ein warmer Sommerregen? An welche Erlebnisse erinnert er Dich? Lass es mich wissen! Nimm dir einen Stift zur Hand und notiere die Reime, die aus Deinen Erinnerungen, Erlebnissen und Empfindungen heraus entstehen. Denke an die Poesie der großen Dichter. Welches Gedicht würdest du über mich schreiben? Über uns?

Als Ratgeber möchte ich Dir mit Rat und Tat zur Seite stehen. Welche Fragen quälen dich? Vielleicht kann ich dir dabei weiter helfen. Nichts und niemand ist allwissend. Doch jeder von uns lebt sein Leben. Und jeder lebt es anders, als seine Mitmenschen. Profitiere von meinen Erlebnissen. All den schlechten, aber auch den guten Erfahrungen, die ich in den vergangenen Jahre gesammelt habe. Niemand kann sich davor bewahren, verletzt zu werden. Doch wir lernen daraus und werden stärker. Ich erzähle dir von meinen Erlebnissen. Den Gefühlen, die ich dabei empfunden habe. Es könnte Dir helfen bei den Entscheidungen, die Du künftig treffen wirst.

Als dein Reiseführer werde ich deine Wege begleiten. Meine liebsten Reiseziele möchte ich dir zeigen in der Hoffnung, dass du sie nicht nur kennen, sondern genau so lieben lernst wie ich es tue. Lasse uns gemeinsam unseren Horizont erweitern und eintauchen in dieses unbeschwerte Lebensgefühl, das man nur auf Reisen hat. Wir lernen andere Menschen und die vielfältigen Kulturen kennen. Ich möchte mich mit Dir ins Abenteuer stürzen. Bist du dabei?

Du fragst mich, was ich für dich sein möchte? Ich möchte sein  wie das Buch, das dir unter all den anderen Büchern das liebste ist. “

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Hochschule für Grafik und Buchkunst

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GEDANKENVERLOREN

Gedanken. Natürlich ist es positiv, sich über sich und sein Leben und Handeln Gedanken zu machen. Allerdings schwirren oft zu viele Gedanken durch meinen Kopf und verunsichern mich, in meinem Tun und Handeln. Sich zu viel den Kopf über die Vergangenheit zu zerbrechen und zu überlegen, ob diese oder jene Entscheidung richtig gefällt wurde oder was ich hätte besser machen können. Ob es gescheiter gewesen wäre, einen ganz anderen Weg einzuschlagen, oder ob man zufrieden mit dem Erlebten und Erreichten sein sollte, so wie es sich eben ereignet hat – sinnlos. Was geschehen ist, ist geschehen. Was vorbei ist, ist vorbei. Auch wenn es oft nicht so einfach ist, die Verganenheit ruhen zu lassen und nach vorne zu blicken. Denn es sind nun einmal die Dinge, die sich in der Vergangenheit ereignet haben, die einem zu dem gemacht haben, was man heute ist. Und das ist gut so. Ist es nicht? Dann ist es an einem selbst, die Begebenheiten zu ändern und sich neu zu orientieren.

Nein , ich bereue nichts.- Edith Piaf

Hätte. Wollte. Wäre. Weshalb quälen wir uns mit diesen Worten? Ist es nicht viel vernünftiger, nach vorne zu Blicken und sich neuen Abenteuern zu stellen? Die Vergangenheit von morgen ist heute und genau jetzt im Augenblick ist die Gelegenheit, Einfluss darauf zu nehmen und sie zu gestalten. Das sagt sich zumindest so leicht. Zuerst sollte man sich seine Ziele vor Augen führen, damit man sich die Gelegenheit verschafft, bestmöglich auf sie hinzuarbeiten. Es kann helfen, Abstand zu halten. Allein zu sein.  Auf deine innere Stimme zu hören, ohne sich von anderen beeinflussen zu lassen. Es ist nichts schlechtes daran, ab und an allein loszuziehen und zu sehen, in welche Bahnen das Leben einen leitet. Nur man selbst und die Natur, die einen umgibt. Das hilft, den Kopf frei für Neues zu bekommen und zu erkennen, von welcher Schönheit man doch umgeben ist. In Anbetracht der Wunder der Natur wird einem dann erst einmal wieder bewusst, welch ein kleiner Teil man doch angesichts des „großen Ganzen“ ist und wie klein und unbedeutend doch die eigenen Probleme sind.

Vertraute Bekannte, mit denen man sich umgibt, können bereichernd sein. Neue Bekanntschaften können ebenfalls sehr inspirierend sein und einem neue Sichtweisen eröffnen, die man im vertrauten Kreis der Menschen, die einem nahe stehen, möglicher Weise nicht bekommen hätte.  Sich einem fremden Menschen vorzustellen hilft dabei sich für sich selbst revue passieren zu lassen, wer man eigentlich ist und welche Eigenschaften einen auszeichnen. Es ist auch ein Lernprozess, welche Menschen zu Dir passen und welche weniger mit dem eigenen Charakter harmonieren. Gerade auf Reisen lernt man am besten Menschen kennen, die die selben Ziele, Wünsche und Träume teilen, wenn man allein unterwegs ist. Und man ist nie wirklich alleine. Bestenfalls hat man immer den perfekten Reisebegleiter dabei: Sich selbst! Erst, wenn man mit sich im Reinen ist und sich selbst vertraut, kann man mit einem verschmitzten Grinsen in Erinnerungen schwälgen und behaupten: „Nein, ich bereue nichts.“

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Jewelery: Antiq Art Nouveau | Blouse: Vintage 70s | Shorts: United Colours of Benetton | Purse: Vintage 70s

Wenn es allerdings um Bekleidung geht, dann bin bin ich durchaus dafür, alte Dinge wieder hervor zu kramen und ihnen neues Leben einzuhauchen, in dem man sie umnäht oder einfach geschickt kombiniert. Gerade liebe ich die Farbe Blau sehr. Ebenso wie Folklore-Elemente wie Stickereien, Fransen, Spitzen und Volants. Genau diese Details sind auch in vielen Frühjahr-/ Sommerkollektionen der bedeutenden Modehäuser ein wichtiger Bestandteil. Bei dem französischen Modehaus Chloé mischen sich unter Couturier Clare Waight Keller die erwähnten Stilemente mit schlichten, geradlinigen Schnitten bei Palazzo-Hosen und Mänteln. Neben den monochromen, abstrakten Mustern setzt die Designerin auf sinnlich – naive Farbgebungen wie Offwhite, Weiß und Pastellfarben zu kontrastierendem Blau, Rot oder Schwarz. Das australische Label Zimmermann, das eine wunderbar detailverliebte Kollektion präsentiert, bei der das Zusammenspiel aus Volants, Rüschen, Spitzen, Lochstickereien und Puffärmeln an Verspieltheit kaum zu überbieten ist, verzichtet größtenteils auf diese klaren, minimalistischen Linien in den Designs. Ich persönlich habe mich wieder einmal in die Mode der 70er Jahre verliebt, wie die mit blauem Garn bestickte Folklorebluse und das lange Volantkleid mit seinen Flügelärmeln und dem Crêpe-Baumwollstoff zeigen. Und die Farbkombination Blau und Weiß ist die perfekte Verkörperung für den Sommer und die heißen Temperaturen, die im Moment vorherrschen. Ein Hoch darauf, dass sie uns noch lange erhalten bleiben mögen.

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romantik
Dress: Vintage 70s | Shoes:

romantik!